Zusammenschluss bei RNA-Forschung

by | Apr 22, 2024

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Die beiden Biopharmazie-Unternehmen Ipsen und Skyhawk Therapeutics schließen sich im Bereich Neurowissenschaften zusammen. Vor allem Ipsen will damit die eigene Pipeline erweitern.

 

Das Pariser Biopharmazie-Unternehmen Ipsen sichert sich über eine Kooperation Zugang zur Forschung von Skyhawk Therapeutics. Konkret geht es um die Entwicklung kleiner Moleküle, auf die sich das in Massachusetts ansässige Unternehmen spezialisiert hat und die in der Lage sind, RNA zu modelieren. Basis dafür ist eine eigens entwickelte Wirkstoff-Forschungsplattform, die niedermolekulare Wirkstoffkandidaten entwickelt, die auf RNA-Spleißziele in einer Vielzahl von Therapiebereichen abzielen, darunter neurodegenerative Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Onkologie.

Ipsen ist vor allem an einer Zusammenarbeit im Bereich Neurowissenschaften interessiert und hat sich hier über die Vereinbarung die Option gesichert, exklusive weltweite Lizenzrechte an erfolgreichen Entwicklungskandidaten zu erwerben.

„Wir freuen uns sehr, mit den Expertenteams von Skyhawk zusammenzuarbeiten, um das Potenzial für die Veränderung der RNA-Expression bei seltenen und behindernden neurologischen Erkrankungen zu erforschen”, sagte Steve Glyman, Senior Vice President und Leiter Neurowissenschaften, Forschung und Entwicklung bei Ipsen. Auch bei Skyhawk freut man sich, Ipsen dabei zu unterstützen, die eigene Pipeline zu erweitern. „Unsere strategische Partnerschaft unterstreicht unser gemeinsames Bestreben, transformative Medikamente für Menschen mit seltenen neurologischen Erkrankungen zu entwickeln, für die es keine zugelassenen Therapeutika gibt”, sagt Sergey Paushkin, Chief Scientific Officer bei Skyhawk.

Bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar will Ipsen an Skyhawk für Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsmeilensteine zahlen – einschließlich einer Vorauszahlung, für die Option und Forschungskooperation sowie auf potenzielle gestaffelte Tantiemen.

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