Zentrum für Personalisierte Medizin in Leipzig eröffnet

by | Mar 19, 2024

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Mit dem neuen Zentrum will die Universitätsmedizin Leipzig die Verbindung zwischen Forschung und Krankenversorgung in der Krebsmedizin stärken.

 

Leipzig hat ab sofort ein Zentrum für Personalisierte Medizin (ZPM). Die Initiative der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) hat das Ziel, aktuelle Erkenntnisse aus der Krebsforschung zu nutzen, um daraus maßgeschneiderte Therapien für Krebspatienten zu entwickeln. Gefördert wird das Zentrum vom sächsischen Wirtschaftsministerium mit rund 250.000 Euro und soll Teil eines Netzwerks werden, dass sowohl die Behandlung als auch Erforschung von Krebs im Bundesland verbessern soll.

In enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher klinischer Fachrichtungen sollen im ZPM zukünftig aktuelle Forschungsergebnisse gebündelt und für die Entwicklung individueller patientenorientierter Behandlungsansätze nutzbar gemacht werden. Der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagte zur Eröffnung: „Mit ihrer hohen Innovationskraft schaffen die beiden sächsischen universitären Krebszentren in Leipzig und Dresden auf höchstem Niveau eine enge Verbindung von Forschung und Krankenversorgung. So profitieren Patientinnen und Patienten fast unmittelbar von neuesten Erkenntnissen und auch Technologien, die für den Kampf gegen Krebs entwickelt werden.” Nicht zuletzt werde so auch sichergestellt, dass angehende Ärztinnen und Ärzte in der Lehre beste Bedingungen und höchstes fachliches Niveau auf dem neuesten Stand der Forschung vermittelt bekommen.

Synergien für bestmögliche Behandlung

Das ZPM gehört zum Universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL) und wird von der Deutschen Krebshilfe (DKH) gefördert. Außerdem kooperiert das UCCL eng mit den wichtigsten medizinischen Einrichtungen in der Stadt Leipzig, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In besonders enger Partnerschaft entwickelt das UKL gemeinsam mit der Universitätsmedizin Jena ein überregionales Mitteldeutsches Krebszentrum, das von der DKH als „Comprehensive Cancer Center” gefördert. Auch hier ist das Ziel, die Krebsprävention, -diagnose, -behandlung und -forschung zu verbessern. Dabei sollen Synergien genutzt werden, um immer die bestmögliche Behandlung für Patienten zu gewährleisten.

Prof. Dr. Ingo Bechmann, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, betont die Bedeutung der Initiative und würdigt das Engagement von Minister Gemkow für die medizinische Entwicklung in Sachsen: „Aus vielen Bundesländern schaut man, gerade nach der ersten Evaluation in der Exzellenzinitiative mit Neid auf Sachsen, wo nun auch in Chemnitz ein dritter Standort der Hochleistungsmedizin entstanden ist, um die Bürger wohnortnah bestens medizinisch zu betreuen.”

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