Zentrum für medizinischen Datennutzbarkeit in Bonn eröffnet

by | Feb 26, 2024

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, bei der Eröffnung des DZMT in Bonn / Quelle: Volker Lannert/Universität Bonn

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Fortschritte in der Forschung und Therapie bei gleichzeitiger Datensicherheit – das ist das Ziel des transdisziplinären Zentrums, das von verschiedenen Fakultäten sowie dem Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln getragen wird.

 

Die Uni Bonn eröffnet gemeinsam mit Landesministerin Ina Brandes und Bundesminister Karl Lauterbach das neue transdisziplinäre Zentrum für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation (ZMDT). Getragen wird das Zentrum von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, der Medizinischen Fakultät, der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie dem Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln.

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, hebt in ihrem Grußwort den besonderen Mehrwert eines solchen transdisziplinären Zentrums hervor: „An der Universität Bonn arbeiten exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen zusammen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Dieser transdisziplinäre Ansatz ist eine große Stärke, die sich auch am ZMDT zeigt: Hier wird aus verschiedenen Perspektiven erforscht, wie Daten in der Medizin optimal zum Wohle der Patientinnen und Patienten genutzt werden können.“ Modernste Forschung könne mit einer guten Datengrundlage hervorragende Ergebnisse erzielen, sagt die Ministerin und ist überzeugt: „Von der Arbeit am ZMDT werden viele Menschen weit über Nordrhein-Westfalen hinaus profitieren.“

Die Forschung des ZMDT soll helfen, Therapiemöglichkeiten datenbasiert auf neue Grundlagen zu stellen und technische Innovationen im Bereich der Diagnose, der Behandlung und der Prognoseabschätzung zu entwickeln. „Um die optimale Behandlung beispielsweise für einen Gehirntumor bestimmen zu können, müssen wir den Tumor bestmöglich verstehen“, sagt Prof. Dr. Alexander Radbruch, Direktor des ZMDT sowie Direktor der Klinik für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Bonn. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können viel mehr Informationen aus beispielsweise MRT Aufnahmen herausgezogen werden, als es dem Menschen möglich ist. Die KI könne erkennen, dass der Tumor bestimmte Strukturmerkmale hat, die Menschen mit dem bloßem Auge erstmal nicht wahrnehmen können, betont der Professor.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach war in Berlin aufgrund der Sitzung des Vermittlungsausschusses zum Transparenzgesetz am Freitag unabkömmlich, wurde aber per Videocall zugeschaltet. Darin betonte er, dass Initiativen wie das ZMDT genau das seien, was die Bundesrepublik aktuell brauche, damit das Thema der medizinischen Datennutzung weiter an Fahrt gewinnen könne. In Bonn werde erstklassige Arbeit gemacht und er blicke voller Erwartung auf die ersten Ergebnisse.

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