Zentiva will das in Monheim ansässige Arzneimittelunternehmen Aponis Pharma übernehmen. Die Tschechen zahlen zehn Euro je Aktie.
Der tschechische Generikahersteller Zentiva hat ein Übernahmeangebot für das in Monheim ansässige Arzneimittelunternehmen Apontis Pharma abgegeben. Bis zu 85 Millionen Euro ist Zentiva das seit rund drei Jahren börsennotierte Unternehmen wert – oder umgerechnet zehn Euro pro Aktie. 37 Prozent der Aktien haben sich die Tschechen bereits von Großaktionär Paragon Partners gesichert und dafür neun Euro je Aktie bezahlt – kein ganz gutes Geschäft für Paragon, die Apontis zum Ausgabepreis von 19 Euro je Aktie an die Börse gebracht haben.
Dennoch entspricht das Zentiva-Angebot von zehn Euro einer Prämie von 52,9 Prozent gegenüber dem Börsenschlusskurs vom 15. Oktober sowie einer Prämie von 38,3 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs der vergangenen drei Monte. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen das Angebot vollumfänglich, heißt es in einer Mitteilung.
Ziel von Zentiva ist eine Mehrheitsbeteiligung, für die man sich selbst eine Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent der Aktien gesetzt hat. Ergo: Nur wenn diese Schwelle erreicht wird, kommt die Übernahme auch zustande. Firmensitz und die Unternehmenszentrale von Apontis sollen auch bei erfolgreicher Übernahme in Monheim bleiben.
Die Finanzkraft hinter Zentiva kommt vor allem von Finanzinvestor Advent, einer der größten amerikanischen Private Equity Investoren. Advent hatte Zentiva Ende 2018 von Sanofi übernommen, die Zentiva 2009 gekauft und 2014 mit der ebenfalls auf Generika spezialisierten Tochter Winthrop Arzneimittel verschmolzen.



