Der Jenaer Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec verzeichnet ein leichtes Umsatzplus, doch ohne die Übernahme des Netzhautspezialisten DORC wäre das Ergebnis deutlich schlechter ausgefallen.
Carl Zeiss Meditec konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seinen Umsatz um 3,2 Prozent auf 490,5 Millionen Euro steigern. Treibender Faktor war die Übernahme des niederländischen Netzhaut-Spezialisten DORC, der rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Ohne diesen Zukauf hätte der Umsatz 7,3 Prozent unter Vorjahresniveaugelegen.
Gewinneinbruch trotz stabiler Auftragslage
Während die Erlöse leicht stiegen, sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) deutlich: Von 46,0 Millionen auf 35,2 Millionen Euro. Angaben zum Nettogewinn machte das Unternehmen nicht.
Positiv entwickelt sich hingegen der Auftragsbestand, der von 315,4 Millionen auf 382,2 Millionen Euro anstieg.Vorstandschef Markus Weber zeigt sich dennoch nur verhalten optimistisch: „Neue Produkte und eine Erholung bei Auftragseingang geben Zuversicht, dass wir in den kommenden Monaten wieder solides organisches Wachstum erreichen.“
Unsichere Marktlage bremst Wachstum
Trotz guter Auftragseingänge erwartet Zeiss Meditec keine schnelle Erholung des Investitionsklimas für Medizingeräte in Kliniken und Augenarztpraxen. Der Konzern rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit moderatem Umsatzwachstum und einem stabilen bis leicht steigenden Betriebsergebnis.
Zeiss Meditec gehört zu den führenden Anbietern für Augenheilkunde-Technologien und beschäftigt weltweit mehr als 5.700 Mitarbeiter, davon 2.500 in Deutschland. Das Unternehmen ist im MDax der Frankfurter Börse gelistet.



