Zehn Jahre Rote Nasen an der Charité

von | Nov. 12, 2024

Quelle: Rote Nasen Deutschland e.V.

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Vor zehn Jahren fand die erste Clownvisite der Roten Nasen auf der kinderonkologischen Station der Charité statt. Das einstige Pilotprojekt ist zu einer wichtigen Institution für die Kinder geworden.

 

Es ist ein Jubiläum der besonderen Art: Vor zehn Jahren kamen zum ersten Mal Clowns zur Visite auf die kinderonkologische Station der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Damals als Pilotprojekt gestartet, sind die regelmäßigen Besuche der speziell ausgebildeten Künstler mittlerweile ein wichtiger Halt für die Kinder auf Station.

Zum Jubiläum gab es auch eine besondere Überraschung. Gleich vier Clowns haben diesen besonderen Tag mit dem medizinischen Team und den kleinen Patienten in Berlin gefeiert. Mitgebracht haben sie Luftballons und rote Nasen für die Kinder sowie “Humorurkunden” als Dank für das medizinische Personal. Die Clowns überraschten mit einem eigens komponierten Jubiläumslied und besuchten alle Kinder auf den beiden Stationen der Kinderklinik.

Auch Frau Prof. Dr. med. Angelika Eggert, die Direktorin der Klinik für Pädiatrie m. S. Onkologie und Hämatologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat sich die Feierlichkeiten nicht entgehen lassen: „Ich möchte mich bei den Rote Nasen für die langjährige Zusammenarbeit von Herzen bedanken. Immer wieder schaffen die Clowns Momente der Leichtigkeit und Freude für unsere kleinen Patienten und das mit höchster Professionalität. Ich hoffe, dass wir noch lange Partner bleiben – auf die nächsten 100 Jahre voller Lachen und Lebensfreude!”

Die Clowns ermöglichen den Kindern während ihrer regelmäßigen Vsiten, aktiv Einfluss auf ihre Situation zu nehmen und spielerisch mit den Herausforderungen ihres Krankenhausaufenthaltes umzugehen. Ein Beispiel hierfür ist ein siebenjähriger Junge, dessen Infusionsständer sich während einer Visite in einen „LKW” verwandelte. Die Clowns taten so, als müssten sie dem Infusionsständer ausweichen. Der Junge freute sich und spielte sofort mit. Indem die Clowns im Spiel aus dem medizinischen Gerät einen LKW machten, konnten sie dem Jungen ein Stück Normalität zurückgeben.

„Die Diagnose Krebs verändert für die Familien alles. Die onkologische Behandlung und die langen Krankenhausaufenthalte versetzen die Kinder sowie das gesamte soziale Umfeld in einen Ausnahmezustand. Gerade in dieser extremen Lebenslage, in der die notwendige medizinische Versorgung im Mittelpunkt und die Krankheit omnipräsent ist, braucht es Raum für spielerische Lebensfreude. Eben diesen Raum kreiert der Clown” erklärt Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter des Vereins.

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