YouGov-Umfrage: Mehr persönliche Gesundheitsverantwortung und Prävention

von | Feb. 25, 2026

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Die große Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Hanse Merkur Krankenversicherung nicht, dass das Gesundheitssystem auf den demografischen Wandel vorbereitet ist.

 

Unser Gesundheitssystem wird den demografischen Wandel nicht schaffen. Dieser Meinung sind laut einer Repräsentativen YouGov-Umfrage um Auftrag der Hanse Merkur Krankenversicherung 69 Prozent der Menschen im Land. Eine klare Mehrheit sieht dringenden Reformbedarf – und befürwortet eine deutlich stärkere Rolle von persönlicher Gesundheitsverantwortung und Prävention.

70 Prozent der Menschen im Land gehen davon aus, dass jeder Einzelne künftig mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss, weil das System seine Grenzen erreicht. Gleichzeitig plädieren 68 Prozent für eine Präventionswende: Statt reiner Krankheitsbehandlung wünschen sie einen stärkeren Fokus auf Vorsorge. 74 Prozent finden, dass gesundheitsbewusstes Verhalten stärker gefördert werden sollte – besonders die 25- bis 34-Jährigen unterstützen dies (82 Prozent).

„Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich: Die Menschen in Deutschland sehen mehr Eigenverantwortung und einen stärkeren Fokus auf Prävention als zentrale Hebel für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem – Aspekte, die auch im Kontext von Longevity an Bedeutung gewinnen. Mit den richtigen Unterstützungsmaßnahmen kann daraus ein echter Gamechanger werden”, betont Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur.

Gesundheitsbewusstsein nimmt zu

Auffällig an den Zahlen ist die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen: Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) ist der Meinung, dass Menschen, die sehr gesund leben, niedrigere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen sollten. In der Gesamtbevölkerung sind es 42 Prozent. Zudem sagen 74 Prozent der Befragten zwischen 35 und 44 Jahren, dass sie heute mehr Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen als früher (gegenüber 65 Prozent insgesamt). 54 Prozent sind sogar bereit, mehr Zeit, Geld oder Disziplin in ihre Gesundheit zu investieren (gegenüber 50 Prozent aller Befragten). Diese Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen gehöre zu einer Generation, die weiß, dass sie länger arbeiten und zusätzlich vorsorgen muss, weil sowohl Gesundheits- als auch Rentensystem künftig weniger leisten können, interpretiert Vorstand Sautter die Ergebnisse: „Damit spiegelt sich ein Bewusstsein wider, das nicht nur auf die eigene Gesundheit, sondern auch auf die langfristigen gesellschaftlichen Herausforderungen abzielt.”

Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität

Und doch kommen diese Wünsche nicht mit der Wirklichkeit überein, zeigen die Umfrageergebnisse. Obwohl sich eine Mehrheit der Menschen hierzulande einen Wandel hin zu mehr Vorsorge und weniger reiner Krankheitsbehandlung wünscht, bleibt die Bereitschaft, selbst aktiv in die Vorbeugung von Krankheiten zu investieren, begrenzt. Gut ein Drittel (36 Prozent) gibt an, Vorsorge zwar wichtig zu finden, sie aber häufig aufzuschieben.

„Entscheidend ist, dass Menschen nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben – denn jedes zusätzliche gesunde Jahr erhöht die persönliche Lebensqualität und entlastet das System spürbar”, betont Sautter. „Wir müssen Strukturen schaffen, die Prävention einfacher und leichter zugänglich machen, um im Alltag wirklich zu unterstützen.“ Wenn Prävention Priorität bekäme, könnte das ganze Gesundheitssystem gewinnen.

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