Das World Health Summit 2024 öffnet in Berlin seine Tore. Die größte Geberveranstaltung der WHO begrüßt heute unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz und Bill Gates.
Am gestrigen Sonntagmorgen hat der dreitägige Weltgesundheitsgipfel begonnen. Das diesjährige Motto: „Building Trust for a Healthier World“. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betonte, dass es für „die Vermittler wissenschaftlicher Erkenntnisse“ wichtig sei, „dieselbe Sprache zu sprechen“. Er selbst zählt sich als einen solchen Vermittler.
Letztendlich blickt die (Gesundheits)Welt vor allem auf die heutige Abendveranstaltung, auf der es um die Präsentation der WHO-Investitionsrunde geht. Denn bei allen Lippenbekenntnissen ist die Frage der Finanzierung die Einzige, die wirklich einen Unterschied macht. Nach Angaben der Organisatoren des World Health Summit ist die heutige Investitionsrunde der bisher größte Gebermoment. Entsprechend poetisch wurde auch das Motto gewählt, getreu der drei Musketiere: „Alle für Gesundheit, Gesundheit für alle“.
Als Redner werden heute Abend neben Bundeskanzler Olaf Scholz und WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus auch Bill Gates in seiner Rolle als Vorsitzender der Gates Foundation und John-Arne Røttingen, CEO des Wellcome Trust, der Stiftung des amerikanischen Pharmaunternehmers Henry Wellcome, erwartet. Zum Hintergrund Henry Wellcomes Pharmaunternehmen Burroughs Wellcome & Compnay fusionierte 1995 (lange nach seinem Tod) mit Glaxo und ist heute Teil von GlaxoSmithKline.
Auch zahlreiche Gesundheitsminister werden heute in Berlin erwartet. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit mehr als 3.500 Teilnehmern, die den rund 350 Redner aus aller Welt zuhören.
Jeremy Farrar, Chefwissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO), rief zu konsequenten und nachhaltigen Bemühungen für den Aufbau von Vertrauen auf und betonte dessen Zerbrechlichkeit: „Vertrauen wird über Jahre aufgebaut und kann in einem Augenblick verloren gehen. Man baut Vertrauen nicht an einem Dienstag auf, wenn man es will. Man baut Vertrauen auf, indem man den Menschen jeden Montag, jeden Dienstag, jeden Mittwoch und nicht nur in Krisenzeiten etwas Gutes tut.“



