Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V., die gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. die Woche der Wiederbelebung ins Leben gerufen hat, zieht in diesem Jahr eine positive Bilanz
Um keine Angst vor Wiederbelebung zu haben, sollte man die eigenen Reanimationskenntnisse regelmäßig auffrischen. Genau aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA), die jährliche Aktion „Woche der Wiederbelebung“ ins Leben gerufen. Vom 16. Bis 22 September fanden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt, die von Schulen, Kliniken, Feuerwehren und Rettungsdiensten organisiert wurden. Tausende Menschen nutzten die Gelegenheit, ihre Reanimationskenntnisse aufzufrischen oder neue Fertigkeiten zu erlernen. DGAI und BDA zeigten sich beeindruckt vom Engagement und von der großen Resonanz. Besonders erfreulich war die rege Teilnahme an öffentlichen Schulungen, bei denen viele Bürger ihre Wiederbelebungs-Kenntnisse gleich praktisch anwenden konnten.
„Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Menschen aktiv teilnehmen – sowohl auf Seiten der Rettungskräfte als auch auf Seiten der Bevölkerung“, sagt DGAI-Präsident Prof. Dr. Benedikt Pannen und betont: „Die hohe Beteiligung zeigt, dass das Thema Leben retten in unserer Gesellschaft an Bedeutung gewonnen hat.“.
Mehr „First-Responder-Dienste“ eingeführt
Zahlreiche Schulen in ganz Deutschland nutzten laut der Verbände die Woche der Wiederbelebung für Aktionen, bei denen Schüler grundlegende Reanimationstechniken erlernten und in praktischen Übungen festigten. In einigen Regionen wurde die Gelegenheit außerdem dafür genutzt, um einen First-Responder-Dienst einzuführen, der mit Hilfe von geschulten Ehrenamtlichen im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte überbrückt. Auch die telefonische Reanimation, bei der Mitarbeiter der Leitstelle im Ernstfall die Anrufer bei der Wiederbelebung anleiten, wurde im Zusammenhang mit der Woche der Wiederbelebung immer wieder thematisiert.
Ein zentrales Ziel der Woche der Wiederbelebung ist es, die Reanimationsquote durch Ersthelfer zu steigern. „Wir wissen, dass schnelle Hilfe durch Ersthelfende entscheidend für die Überlebenschancen bei einem Herzstillstand ist“, erklärt Prof. Dr. Grietje Beck, Präsidentin des BDA. Die Kampagne setzt auf die einfache Formel „Prüfen, Rufen, Drücken“, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und sicherzustellen, dass im Ernstfall schnell gehandelt wird.
Vor diesem Hintergrund zeigten sich beide Verbände auch erfreut darüber, dass viele Medien in Deutschland die Woche der Wiederbelebung mit Artikeln in Zeitungen und Onlinenachrichten sowie mit Beiträgen in Radio und Fernsehen begleiteten und somit das Thema Wiederbelebung deutschlandweit zusätzlich ins Bewusstsein der Menschen rückten.
Auch im kommenden Jahr wird die Woche der Wiederbelebung fortgesetzt. „Jede geschulte Person kann im Notfall den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen“, fasst DGAI-Präsident Prof. Pannen zusammen.



