Wieder Ärger für Bayer?

by | Apr 11, 2024

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In den USA gibt es Streit um Bayers zweitumsatzstärktes Medikament. Ob die Klage auch nach Leverkusen abstrahlt, ist derzeit noch nicht abzusehen.

 

Die USA scheinen für Bayer kein guter Markt zu sein. Nach wie vor belastet die Monsanto-Übernahme aufgrund der diversen Glyphosat-Klagen den Konzern und nun droht neuer juristischer Ärger: Laut einer Meldung des US-Justizministeriums wurde im Rahmen des False Claims Act eine Klage gegen Regeneron Pharmaceuticals eingereicht. Der Grund: Das Unternehmen haben die Medicare-Erstattungssätze für das Augenpräparat Eylea in betrügerischer Weise in die Höhe getrieben.

Wer hier kurz stutzt: Richtig, Eylea ist das zweitumsatzstärkste Medikament in Bayers Pharmasparte – weil das Unternehmen dafür exklusive Vermarktungsrechte außerhalb der USA von Regeneron erworben hat.

Ob der Rechtsstreit in den USA gegen Regeneron Auswirkungen auf Bayer haben wird, ist noch nicht ganz klar. Erste Finanzanlysten sagen, sie würde die Situation zunächst nicht überbewerten.

Wie wichtig Eylea für die Pharmasparte ist, unterstreicht indes eine Pressemitteilung vom 21. März. Dort heißt es von Bayer, dass man nach der Zulassung von Eylea in der 8mg-Variante in wichtigen Märkten wie der EU, Japan, Kanada und Großbritannien zu Beginn dieses Jahres zuversichtlich sei, das Medikament als Marktführer im Bereich der Netzhauterkrankungen zu positionieren und als Therapiestandard zu etablieren. Nicht nur der Bedarf bei Patienten und Augenärzte sei groß, auch die bisher noch nicht dagewesenen Behandlungsintervalle von bis zu fünf Monaten sprächen für Eylea.

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