Virtual Reality und Notfallmedizin: Passt

von | Nov. 11, 2024

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Nun hat auch die Universitätsmedizin Essen eine Studie zum Einsatz von Virtual Reality bei Erste-Hilfe und Notfallmedizin durchgeführt. Ergebnis: ermutigend

Kann Virtual Reality (VR) dabei helfen, lebensrettende Erste-Hilfe aufzufrischen? Dieser Frage sind Dr. Cynthia Szalai und PD Dr. Frank Herbstreit von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Essen nun in einer Studie nachgegangen. Ihre Probanden: Studenten des vierten klinischen Semesters im Blockpraktikum Notfallmedizin. Die 193 Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen die eine eine klassische Schulung erhielt und die andere neue VR-Brillen, die für realistische Szenarien in der Lehre genutzt werden. Mit dieser VR-Technologie können die Teilenehmer in einer realistischen und sicheren Umgebung lernen, was besonders in medizinischen Notfällen von großer Bedeutung ist. Dabei beeinhaltete das VR-Training interaktive Übungen und Simulationen, die den Studenten sofortiges Feedback zu ihren Wiederbelebungsversuchen gaben.

Die Ergebnisse waren ermutigend: Die Teilnehmer der VR-Gruppe zeigten sowohl unmittelbar nach dem Training als auch zwölf Wochen später signifikante Verbesserungen in ihrem theoretischen Wissen. In praktischen Übungen, in denen die lebensrettenden Fähigkeiten getestet wurden, gab es jedoch keine messbaren Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

Die Teilnehmer berichteten zwar auch von einigen technischen Herausforderungen beim Gebrauch der VR-Technologie, waren insgesamt aber zufrieden mit den neuen Trainingsmethoden. Viele waren der Meinung, dass das VR-Training eine wertvolle Ergänzung zur traditionellen Erste-Hilfe-Ausbildung darstellt.

Die Studie zeigt, dass Virtual Reality eine attraktive und praxisnahe Option für die Auffrischung lebensrettender Erste-Hilfe-Kenntnisse darstellt“, resümiert Dr. Cynthia Szalai, Leiterin des Skills Lab, Schwerpunkt Lehre. Die innovative VR-Methode könne entscheidend dazu beitragen, das Wissen über Erste Hilfe zugänglich zu machen und die Bereitschaft zu fördern, in Notfallsituationen zu helfen. Das zeigt auch bereits eine Studie des Universitätsklinikums Würzburg, die Anfang Oktober im International Journal of Emergency Medicine veröffentlicht wurde.

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