Die Viromed Medical AG will Mitbewerber Relyon Plasma übernehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde heute unterzeichnet.
Aus einer engen Zusammenarbeit wird nun eine Übernahme: Der in Rellingen bei Hamburg ansässige, börsennotierte Medizintechniker Viromed Medical AG hat die Übernahme der Regensburger Relyon Plasma GmbH angekündigt. Eine entsprechende Absichtserklärung zum Erwerb sei unterzeichnet. Relyon Plasma ist eine Tochter der japanischen TDK Electronics.
Viromed und Relyon kennen sich bereits gut. In den vergangenen Jahren haben beide gemeinsam Kaltplasma-Medizinprodukte entwickelt, deren Produktion Relyon aktuell auch im Auftrag von Viromed übernimmt. Außerdem verfügt Relyon über ein umfangreiches internationales Patentportfolio in der Plasmatechnologie. Die Übernahme verstärke auch deshalb die technologische Souveränität von Viromed, kommentiert der dortige Vorstand Uwe Perbandt die Übernahme. Auch die Wertschöpfungskette erhöhe sich mit Relyon signifikant: „Wir bündeln ein umfangreiches Patentportfolio, Entwicklungskompetenz und Fertigungskapazität in einer integrierten Struktur und schaffen damit die Grundlage für eine effizientere Skalierung. In Kombination mit unserer medizinischen Expertise und Marktdurchdringung entsteht eine integrierte Plasma-Plattform, die in dieser Form international einzigartig ist.“
Starke technologische Positionierung erwartet
Die Übernahme von Relyon ist für Viromed vor allem eine strategische Positionierung für die Zukunft, da die Kombination aus medizinisch validierter Anwendungskompetenz, Engineering-Expertise und industrieller Fertigungstiefe die Markteintrittsbarrieren erhöhe. Damit verbessere Viromed seine strategische Ausgangsposition für weiteres Wachstum und stärke die internationale Wettbewerbsfähigkeit in einem technologiegetriebenen Marktumfeld, heißt es aus Rellingen.
Die Höhe des Kaufpreises sei derzeit noch Gegenstand der Verhandlungen, wird sich aber nach Einschätzung von Viromed im unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Der Abschluss des entsprechenden Anteilskaufvertrags wie auch der Vollzug der Transaktion werde im zweiten Quartal 2026 erwartet und unter Vorbehalt einer erfolgreichen Due-Diligence-Prüfung sowie der Erfüllung üblicher Vollzugsbedingungen stehen.



