PC3-AIDA heißt das Projekt, das die Uniklinken Freiburg, Tübingen, Ulm und Mannheim stärker miteinander vernetzen soll. Wissen- und Datenaustausch auf KI-Basis stehen im Fokus.
Es sei der erste Grundstein für eine Zukunftsvision. Mit dem Projekt PC3-AIDA schreitet die Vernetzung der baden-württembergischen Unikliniken Freiburg, Tübingen, Ulm und Mannheim weiter voran. Dort wurde nun eine neue Dateninfrastruktur etabliert. Die neue Struktur erlaubt einen unkomplizierten und sicheren Austausch von Patientendaten, insbesondere radiologischer Bildgebung, unter den Projektstandorten in Echtzeit und stellt einen reichen Pool an Wissen und Informationen für alle Beteiligten zur Verfügung. Bereits am Dienstag wurde der erste hochaufgelöste Photon-Counting-CT-Datensatz erfolgreich zwischen zwei Standorten übertragen und ausgewertet und damit die neue Struktur für den Betrieb vorbereitet. Im Klinikalltag wird die Datenaustauschplattform zahlreiche Abläufe für das klinische Personal und die Patienten erleichtern und die Grundlage für weitere Dienste wie Terminmanagement oder ärztliche Unterstützungssysteme schaffen.
„Für Baden-Württemberg, aber vor allem für unsere vielen Patienten ist das ein großer Schritt, da wir nun nicht nur einfache radiologische Bilddaten hin- und herschicken, sondern auch andere medizinische Informationen wie Laborwerte integrieren und vor allem mit KI-Analysen im System die Wertigkeit der Bilddaten für die Behandlung weiter erhöhen“, sagt Prof. Dr. Fabian Bamberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg.
Multifunktionale Dateninfrastruktur
Im Vorläuferprojekt PC3 wurden bereits an allen beteiligten Kliniken neuartige Computertomographen mit der „Photon-Counting“-Computertomographie-Technologie (PC-CT) etabliert. Nun haben die vier Universitätskliniken einen neuen Meilenstein erreicht: An allen Standorten wurde die multifunktionale Dateninfrastruktur TDHP – kurz für „Teamplay Digital Health Platform Connect” – eingerichtet und die Kliniken damit digital miteinander vernetzt.
Somit ist es den Kliniken nun möglich, untereinander Patientendaten, aber auch Wissen auszutauschen und so auf einen reichen Pool an Informationen für weitergehende KI-gestützte Analysen zuzugreifen. Auch ein erster offizieller Austausch zwischen den Häusern in Freiburg und Mannheim über TDHP war bereits erfolgreich.
Im weiteren Verlauf des Projekts soll mit Unterstützung der Landesagentur BIOPRO Baden-Württemberg, das Potential der Plattform und der angeschlossenen Software-Mehrwertdienste aufgezeigt und damit ein Grundstein gelegt werden, um in Zukunft hochkomplexe Gesundheitsdaten mit erhöhtem Nutzen weiterverarbeiten zu können. Ziel ist eine Wertschöpfung für die digitale Gesundheitsindustrie im Land zu erreichen. Dazu gehören unter anderem KI-gestützte Software-Dienste, welche beispielsweise die tiefergehende Analyse von Bilddaten und die Erstellung von Arztbriefen erleichtern oder laborinterne Prozesse optimieren.



