Vamed übernimmt Rehasparte von Paracelsus

von | Apr. 15, 2025

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Ein Verbund von 50 Einrichtungen deutschlandweit – die Übernahme von Paracelsus durch Vamed kommt überraschend, dürfte aber Wirkung zeigen.  

 

Eine stärkere Fokussierung tut im aktuellen Marktumfeld vermutlich nicht nur gut, sondern vor allem auch Not. Vor diesem Hintergrund trennt sich Paracelsus von seinen Rehabilitationskliniken und konzentriert sich auf die Akutversorgung. Insgesamt neun Standorte in Bad Essen, Bad Suderode, Bad Gandersheim, Bad Elster und Scheidegg mit rund 1.000 Beschäftigten werden von der Vamed Care Gruppe übernommen. Vorbehaltlich aller behördlichen Zustimmungen soll die Transaktion noch im Sommer abgeschlossen werden. Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart. Ziel ist es, in Deutschland einen der führenden Anbieter von Rehabilitationsmaßnahmen zu formen, berichten beiden Unternehmen unisono.

Vor allem die Größenvorteile, die der Zusammenschluss bewirkt, sollen künftig gezielt genutzt werden – auch zum Vorteil der Patienten. In enger Abstimmung mit den Teams vor Ort sollen bewährte Strukturen erhalten und gleichzeitig neue Impulse für Therapie, Digitalisierung und sektorübergreifende Versorgungskonzepte gesetzt werden. Auch die bisherigen Standorte sollen erfolgreich weitergeführt werden, heißt es von Vamed.

Zur Übernahme sagt Dr. York Dhein, CEO der Vamed Care Deutschland: „Die Paracelsus Rehakliniken mit ihrer operativen Exzellenz und ihren eingespielten Teams passen hervorragend zu uns und stärken unseren Wachstumskurs im deutschen Reha-Markt. Die neun Einrichtungen bieten eine ideale Ergänzung zum bestehenden Netz der Vamed Care Kliniken in Deutschland.“

Dass Vamed ein guter „Match“ für die Reha-Kliniken von Paracelsus ist, davon habe man sich in vertrauensvollen Gesprächen in den vergangenen Monaten überzeugt, betont der Geschäftsführer von Paracelsus Reha-Sparte Jan Kiemele und das sei eine gute Basis für eine Zukunft unter einem Dach. „Unsere Mitarbeitenden werden von den Möglichkeiten eines international agierenden Reha-Anbieters profitieren“, sagt Kiemele.

Bei Paracelsus betont Aufsichtsratsvorsitzender Felix Happel indes, dass die Akutkliniken ein eigenständig geführtes Unternehmen bleiben. Es sei vorteilhaft gewesen, dass man vor Jahren die strategische Entscheidung getroffen hat, Akut und Reha jeweils in eigene Gesellschaften zu organisieren. Das habe Kräfte freigesetzt und ebnet heute den Weg für einen Verkauf.

Milliardärssohn Happel hatte Paracelsus 2018 über seine Beteiligungsgesellschaft nach einem Bieterkampf mit Milliardär Bernard große Broermann, Mitgründer der Asklepios Kliniken, übernommen. Die Kette mit ihren damals 40 Kliniken und über 5.000 Beschäftigten war kurz vor Weihnachten 2017 in die Insolvenz gerutscht.

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