USA: Patienten bevorzugen vielfach Telemedizin

von | Sep. 25, 2024

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Eine Verbraucherumfrage im Auftrag von Key Care zeigt: Patienten bevorzugen bei einer Vielzahl medizinischer Probleme die telemedizinische Behandlung gegenüber dem Besuch in der Praxis.

Warum in die Praxis gehen, wenn viele gesundheitliche Probleme auch über Telemedizin gelöst werden können? Das scheinen sich viele US-Bürger zu denken, wie eine Verbraucherumfrage von Key Care nun zeigt: Gerade bei kleineren, aber dringlichen Erkrankungen wie Erkältungen, Grippe oder Hautausschlag gaben fast 75 Prozent der Befragten an, telemedizinische Behandlungen, respektive den Weg zu bevorzugen, der schneller verfügbar wäre. Aber auch für Präventionsmaßnahmen oder bei chronischen Erkrankungen sagen 63 Prozent der Befragten Ja zur Telemedizin, vor allem, wenn ein Termin hier früher verfügbar wäre.

Woran es allerdings in der Praxis noch oft hapert: Viele Patienten wissen nicht, welche virtuellen Versorgungsmöglichkeiten es gibt, respektive ihnen zur Verfügung stehen. Auf die Frage, ob ihr derzeitiger Hausarzt oder ihre Versicherung bei kleineren dringenden Gesundheitsproblemen telemedizinische Besuche auf Abruf anbieten, waren beispielsweise über 55 Prozent unsicher oder antworteten mit Nein. Und auf die Frage, ob sie jemals darüber informiert wurden, dass sie Telemedizin nutzen können, wenn die Wartezeit für einen Arztbesuch zu lang ist oder sie dies aus anderen Gründen bevorzugen, antworteten 41 Prozent mit Nein.

Komfortabler Zugang spricht für Telemedizin

Die Vorteile von telemedizinischen Behandlungen lagen für die Befragten hingegen auf der Hand: kein Aufwand, um zum Arzt zu kommen (73 Prozent), schneller Zugang zur Gesundheitsversorgung (67 Prozent), keine langen Wartezeiten mit anderen kranken Menschen (54 Prozent) oder günstigere Zeiten (51 Prozent).

Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Patienten gaben zudem an, dass es wichtig sei, dass sowohl ihr Hausarzt als auch ihr Arzt für Telemedizin, sofern dies ein anderer ist, Zugang zu ihren Gesundheitsdaten haben, also etwa über aktuelle Allergien, Medikamente und chronischen Erkrankungen Bescheid wissen. Interessanterweise gaben 37 Prozent an, dass ihr letzter virtueller Anbieter entweder keinen Zugang zu ihren Krankenakten hatte oder sie waren sich nicht sicher, ob dies der Fall war.

„Es liegt auf der Hand, dass die Patienten die Telemedizin wegen ihres Komforts, ihrer Bequemlichkeit und der nahtlosen Zugänglichkeit zur Versorgung sehr schätzen“, glaubt Lyle Berkowitz, MD, CEO von KeyCare. „Es ist jedoch auch klar, dass viele Patienten nicht die ganze Bandbreite der telemedizinischen Angebote kennen.“ Er plädiert deshalb dafür, noch mehr Aufklärung über telemedizinischen Optionen zu betreiben.

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