Finanziert vom US National Institute of Health soll ein weltweites Pathogen Data Network aufgebaut werden, dass die Reaktionsfähigkeit auf Pandemien verbessern soll.
Es soll die nötige Infrastruktur bereitstellen, um auf künftige Pandemien weltweit besser vorbereitet zu sein und vor allem konzertiert reagieren zu können. Dafür finanziert das amerikanische National Institute of Health (NIH) nun ein weltweites Pathogen Data Network. Koordiniert wird es vom Swiss Institute of Bioinformatics (SIB). Von deutscher Seite ist das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung Mikroorganismen und Zellkulturen dabei. Gemeinsam mit zehn weiteren international renommierten Instituten und Universitäten aus Großbritannien, den USA, Schweden, Südafrika, Spanien, Norwegen, Ungarn, Dänemark und den Niederlanden macht man sich nun an die Arbeit. Ein erster „Kick-Off“ fand vor wendigen Tagen auf dem NIH-Campus in Bethesda, Maryland statt.
Ziel der Initiative ist es, vorrangig einen fairen Austausch sowie die Nutzung von Daten über Infektionskrankheiten zu ermöglichen. Ferner sollen Tools, Schulungen und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt werden. Grundlage dafür ist die Covid-19-Datenplattform, die zu einem Pathogen Data Network ausgebaut werden und unter anderem Daten von hochrelevanten Mikroorganismen enthalten soll, die dem Menschen gefährlich werden können. Über dieses Netzwerk können Forscher und auch Gesundheitsbehörden dann in den Austausch gehen und Daten zu relevanten Pathogenen erhalten, was im Idealfall für eine bessere Reaktion auf Pandemien sorgt oder die Überwachung von Ausbrüchen von Infektionskrankheiten auf globaler Ebene verbessert.
„Die NIH-Förderung ist eine langfristige Investition, um ‚Pandemic Preparedness‘ im Bereich Pathogendaten vorzubereiten. Die DSMZ bringt ihre internationale Policy-Expertise im Projekt ein“, erklärt Dr. Amber Hartman Scholz, Leiterin der Abteilung Science Policy and Internationalisierung am Leibniz-Institut DSMZ. „Wir verbinden die Projektergebnisse und den Outreach mit den internationalen Entwicklungen innerhalb der europäischen Union und bei der WHO, sodass die technischen Fortschritte gleichzeitig die Entscheidungsträger erreichen.“
Das Projekt wird im Rahmen des Bioinformatik-Ressourcenprogramms des National Institute of Allergy and Infectious Diseases des National Health Institute finanziert. Es umfasst insbesondere die Bereitstellung von Software, die es Ländern oder Regionen ermöglicht, lokale Datenportale einzurichten. Das „Pathogens Portal“ dient als umfassende zentrale Schnittstelle.



