Universitätsklinikum Magdeburg steigt in Lungenklinik ein

by | Apr 15, 2024

Quelle: Viktoria Kühne/Pfeiffersche Stiftungen

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25,5 Prozent der Anteile bekommt das Universitätsklinikum Magdeburg von der Pfeifferschen Stiftungen an der Lungenklinik Lostau.

 

Was 2023 als Kooperation begann, mündet nun in einer Partnerschaft mit 25,5 Prozent Anteil. Genau diese gesellschaftsrechtliche Verbindung gehen nun das Universitätsklinikum Magdeburg (UKMD) und die Pfeiffersche Stiftungen ein. Konkret geht es um die Lungenklinik Lostau, an der die UKMD ab sofort Anteile hält. Ziel ist es, die medizinische Versorgung im Sinne der Krankenhausreform und des Krankenhausgutachtens des Landes Sachsen-Anhalt zu gestalten, heißt es in einer Meldung. Gleichzeitig wollen man die Kapazitäten für Innovation, Forschung, Lehre und Krankenversorgung bündeln.

Zusammenarbeiten will man vor allem in der Thoraxchirurgie, der Pneumologie, der Palliativmedizin und Infektiologie sowie der Beatmungsentwöhnung, dem sogenannten Weaning. Auch die Bereiche Intensivmedizin und Anästhesie sowie der operative Funktionsbereich werden enger kooperieren, heißt es. So sollen beiden Einrichtungen ein Leistungsspektrum von der universitären Maximalversorgung bis zur fachklinischen Versorgung in abgestimmten Behandlungspfaden anbieten können.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Schritt ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einem Klinikverbund der Spitzenmedizin ist und es uns ermöglichen wird, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten auf höchstem Niveau zu gewährleisten”, sagt Marco Bohn, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg. Dem schließt sich Michael Saffé, Kaufmännischer Vorstand der Pfeiffersche Stiftungen, an und ergänzt: „Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Partner wird sich diese engere Verbindung positiv auswirken. Dazu gehört beispielsweise eine noch bessere Aus- und Weiterbildung in den verschiedenen Berufsgruppen.“

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