Universitätsmedizin Mainz verringert Verluste

von | Juni 23, 2026

Die Transformation der Universitätsmedizin Mainz schreitet voran. Verluste geringer als erwartet. Quelle: Universitätsmedizin Mainz / Markus Schmid

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Zum zweiten Mal in Folge erwirtschaftet die Universitätsmedizin Mainz einen Umsatz von über einer Milliarde Euro und setzt damit den Konsolidierungskurz fort.

 

 

Mehr als eine Milliarde Euro Umsatz und das zum zweiten Mal in Folge – Die Universitätsmedizin Mainz setzt 2025 ihren Konsolidierungskurs fort und verringert damit ihre Verluste. Für das abgelaufene Geschäftsjahr steht ein Ergebnis von -96,7 Milliarden Euro und damit ein Verlust von 75 Millionen Euro in den Büchern, was lauf Aufsichtsratschef Clemens Hoch, rheinland-pfälzischer Gesundheitsminister, 21,7 Millionen Euro weniger sind als noch im Vorjahr.

Das Jahresergebnis 2025 fällt somit zum zweiten Mal in Folge nicht nur besser aus als im Vorjahr, sondern auch besser als das für 2025 geplante Ergebnis in Höhe von -97,4 Millionen Euro. Gründe für das bessere Ergebnis sind weiter gestiegene Abrechnungen bei medizinischen Leistungen unter anderem durch erfolgreiche Verhandlungen mit verschiedenen Kostenträgern, die Auflösung diverser Rückstellungen, die möglich wurden, da zum Beispiel Risikofaktoren durch Erfüllung vergütungsrelevanter Qualitätsanforderungen weggefallen sind, und die konsequente Verfolgung der Zukunftsprogramme.

„Klar ist, dass ein Kurswechsel, wie ihn die Universitätsmedizin gerade vollzieht, Zeit braucht. Und doch ist das Jahresergebnis 2025 ein Indikator dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, ist SPD-Minister Hoch überzeugt. Die konsequente Arbeit ermögliche es, kurzfristige Potenziale beispielsweise bei der Abrechnung wirklich zu heben – und gleichzeitig auf Basis struktureller Veränderungen auch langfristig wirtschaftlich zu gesunden. „Ich danke allen an der Universitätsmedizin für die intensive Arbeit im Jahr 2025. Es gibt noch viel zu tun. Das Land wird den laufenden Transformationsprozess weiter unterstützen.“ Dennoch blickt auch Hoch sorgenvoll auf die Gesetzgebung des Bundes. „Hier drohen Ausfälle von zusätzlich bis zu 25 Millionen Euro jährlich.“

Der Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich betont hingegen die medizinische Exzellenz, die man auch im aktuellen Transformationsprozess habe halten können: „Mit der Eröffnung unserer Zentralen Notaufnahme und eines modernen Hybrid-OPs ebenso wie mit der Inbetriebnahme eines Linearbeschleunigers der neuesten Generation steht die Universitätsmedizin Mainz in besonderer Weise für Spitzenmedizin.“

Prof. Kiesslich räumt allerdings auch ein, dass man die Leistungsfähigkeit vor allem im stationären Bereich – auch mit Blick auf das operative Geschäft – nicht haben ausreichend genug steigern können. Das wollle man nun mit der Gründung von Departments, in denen verwandte klinische und theoretische Disziplinen zusammenarbeiten, ändern: „Diesen Prozess konnten wir im Januar 2026 mit der Gründung der letzten beiden und damit insgesamt elf Departments erfolgreich abschließen. Auch die gemeinsame Nutzung wichtiger Ressourcen, wie Intensiv- und OP-Kapazitäten entwickelt sich weiter sehr gut.“ Bedeutend sei zudem das Zukunftsprogramm UM.Digital, das auf die vollständige digitale Erneuerung der Universitätsmedizin setzt, was Prozesse noch einmal deutlich vereinfachen wird. „Hier konnten wir einen wichtigen Meilenstein mit der Festlegung auf eine neue Cloud-basierte Software für administrative Prozesse erreichen“, schließt Kiesslich ab.

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