Umfrage: zu lange Wartezeiten auf Arzttermine

von | Feb. 3, 2025

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Eine repräsentative Umfrage des GKV-Spitzenverbands zeigt: Patienten sind mit telefonischer Erreichbarkeit und den langen Wartezeiten auf Arzttermine unzufrieden.

 

Behandlungen gerade in fachärztlichen Praxen müssten schneller verfügbar sein. Das wünscht sich die große Mehrheit der gesetzlich Versicherten, wie die repräsentative GKV-Versichertenbefragung 2024 des GKV-Spitzenverbands nun zeigt. 14 Prozent der Befragten halten die Wartezeiten für viel zu lang, 17 Prozent für zu lang. 2022 waren es nur jeweils elf, respektive 14 Prozent. Mit der Terminvergabe bei Hausärzten sind hingegen 52 Prozent zufrieden.

25 Prozent der Patienten warten länger als 30 Tage auf einen Termin in der Facharztpraxis, aber immerhin jeder Zweite kann dort innerhalb von zehn Tagen vorsprechen. In Hausarztpraxen wartet die Hälfte der Patienten nur einen Tag, 25 Prozent warten länger als 3 Tage. Allerdings geben im Fünfjahresvergleich auch 43 Prozent an, dass sich die Wartezeiten bei Fach- und Hausarztpraxen verschlechtert haben.

Wo es zudem noch Defizite gebe, sei die telefonische Erreichbarkeit: 44 Prozent der Versicherten sind damit unzufrieden und 42 Prozent finden, dass sich dies sogar innerhalb der letzten fünf Jahre noch verschlechtert hat. 27 Prozent der Versicherten bewerten die Öffnungszeiten der Arztpraxen als „zu kurz“ oder „viel zu kurz“. Für gut die Hälfte der Befragten sind die Öffnungszeiten „noch akzeptabel“.

„In unserer Versichertenbefragung wird erneut deutlich, dass sich Patientinnen und Patienten eine ambulante Versorgung wünschen, die die Bedürfnisse der modernen Lebens- und Arbeitswelt berücksichtigt“, kommentiert Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim GKV-Spitzenverband, die Ergebnisse. „Dazu gehören kürzere Wartezeiten für Facharztpraxen sowie flexible Öffnungszeiten in den Praxen allgemein. Positiv ist hervorzuheben, dass die Terminvergabe bei Hausärztinnen und Hausärzten wesentlich schneller erfolgt.“

Digitale Lösungen interessant

Beim GKV-Spitzenverband sieht man die Lösung in einem übergreifenden Onlineportal, wo ein festzulegender Anteil der GKV-Termine tagesaktuell zur Verfügung gestellt werden soll. „So ein Portal würde zum einen Transparenz über Terminoptionen erreichen, zum anderen könnten dann insbesondere auch Krankenkassen Termine für ihre Versicherten vermitteln“, ist Stoff-Ahnis überzeugt.

Denn auch das Interesse der Versicherten an Onlineterminen ist gestiegen. 51 Prozent der Befragten sehen die Terminvergabe über das Internet als „sehr wichtig“ oder “wichtig“ an – in der letzten Befragung 2022 waren es nur 31 Prozent. GKV-Versicherte haben aber Bedenken, dass ihre eigenen persönlichen Daten zweckentfremdet verwendet werden könnten, und dass gerade kommerzielle Anbieter Privatversicherte bei der Terminvergabe bevorzugen. Dementsprechend würden 57 Prozent eine Online-Terminvermittlung durch nicht-kommerzielle Anbieter bevorzugen, nur zehn Prozent sehen das nicht so.

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