Umfrage: Skepsis beim Einsatz von KI im medizinischen Alltag

von | Juni 3, 2026

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Von strukturellem Scheitern spricht das KI-Health-Tech Heidi angesichts der Ergebnisse einer bei Civey in Auftrag gegebenen Studie zur KI-Nutzung im Gesundheitswesen.

 

Eigentlich stimmen die Voraussetzungen für einen flächendeckenden Einsatz von KI im Gesundheitswesen. Es besteht eine klare Nachfrage und auch der politische Rahmen ist gesetzt. Dennoch spricht KI-Health-Tech Heidi nun von einem strukturellen Scheitern, nachdem das Unternehmen die Ergebnisse seiner Civey-Umfrage unter 1.000 Beschäftigten im Gesundheitswesen gesichtet hat, die zwischen dem 12. Februar und dem 12. März 2026 befragt wurden.

Laut der repräsentativen Umfrage sehen nämlich knapp zwei Drittel der Ärztinnen und Ärzte KI entweder als Risiko oder sind sich unsicher. Gleichzeitig bestätigen allerdings auch 76 Prozent der Befragten, dass administrative Aufgaben ihre klinische Tätigkeit einschränkt. Demnach käme die gesundheitspolitische Strategie der Bundesregierung genau richtig, KI-gestützte Dokumentation bis 2028 zum Standard zu machen. Und auch die Technologie vorhanden. Zudem wünschen sich 67 Prozent der Befragten Unterstützung bei der Dokumentation wie beispielsweise den Arztbriefen sowie bei anderen administrativen Aufgaben (63 Prozent) oder der Strukturierung medizinischer Information (55 Prozent).

Und dennoch klafft eine Lücke zwischen Anspruch und klinischer Realität. Die Verantwortlichen bei Heidi sehen hier ein Adoptionsparadox, das aus dem hohen Arbeitsdruck und der noch vorherrschenden Unsicherheit bei KI entstünde.

Dabei wäre eine Entlastung auf administrativer Seite besonders wichtig, wie der zweite Teil der Befragung unter 2.500 Bundesbürgerinnen und Bürgern zeigt. Mehr als 60 Prozent haben nämlich den Eindruck, dass Ärztinnen und Ärzte nicht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche haben. 58 Prozent bringen diesen Zeitmangel mit einem sinkenden Vertrauen in das Gesundheitssystem in Verbindung. Bürokratie führt damit nicht nur zu einer Kapazitätslücke, sondern auch zu einer Vertrauenslücke, schlussfolgert man bei Heidi.

Die Studie zeigt, dass die große Herausforderung in der Anwendung von Technologien liegt – von denen es mittlerweile reichlich gibt. Und vielleicht ist genau das das Problem.

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