Umfrage: Impfbereitschaft verhalten

von | Okt. 4, 2024

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Laut einer Umfrage von Pharma Deutschland ist die Impfbereitschaft in Deutschland verhalten. Grippeimpfung hat höhere Akzeptanz in der Bevölkerung als Corona-Impfung.

Nur knapp jeder zweite Deutsche will sich in dieser Herbst-/Wintersaison gegen Grippe impfen lassen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Pharma Deutschland. 46,7 Prozent der Befragten wollen es hingegen nicht. Noch schlechter ist die Quote bei der Corona-Impfung. Hier zeigen sich lediglich 27,8 Prozent der Befragten impfbereit, fast zwei Drittel hingegen nicht.

 „Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der Grippeimpfung eine höhere Akzeptanz entgegengebracht wird als der Covid-19-Impfung. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, da beide Viren in den kommenden Monaten verstärkt zirkulieren werden“, erklärt Dr. Elmar Kroth, stellvertretender Hauptgeschäftsführer von Pharma Deutschland.

Verständnis aber keine Bereitschaft

Trotz dieser differenzierten Impfbereitschaft bewerten 79,2 Prozent der Bevölkerung den allgemeinen Nutzen von Impfungen als positiv, was zeigt, dass Impfungen grundsätzlich als wichtige Präventionsmaßnahme anerkannt werden. „Es ist ermutigend, dass der Großteil der Bevölkerung den Wert von Impfungen erkennt. Dennoch müssen wir daran arbeiten, das Vertrauen in Impfstoffe weiter zu stärken und die Menschen über die Vorteile umfassend aufzuklären“, betont Dr. Kroth.

Auch deshalb hat man bei Pharma Deutschland im Rahmen der Umfrage das Thema Grippeschutzimpfungen in Apotheken mit abgefragt. Mehr als die Hälfte der Befragten wissen, dass sie sich auch in Apotheken impfen lassen können und auch fast jeder Zweite kann sich das vorstellen. „Apotheken spielen eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung und können dazu beitragen, Impfungen für mehr Menschen leichter zugänglich zu machen. Die Möglichkeit, sich direkt in der Apotheke impfen zu lassen, schafft für viele Menschen eine bequeme und vertrauensvolle Alternative“, erklärt Dr. Kroth. Er hält es daher auch für wichtig, dieses Angebot zu fördern, um die Impfquote innerhalb der Bevölkerung erheblich zu steigern.

„Impfanreize“ gewünscht

Besorgniserregend sei laut Pharma-Verband hingegen, dass 29,3 Prozent der Befragten angeben, sich nie gegen Grippe impfen zu lassen. Auch das unterstreiche den Aufklärungsbedarf.  Laut Umfrage könnten gezielte Maßnahmen helfe, die Impfbereitschaft weiter zu steigern. Die Befragten gaben beispielsweise an, dass Erinnerungen – etwa durch Krankenkassen oder Apps – sowie mehr Impfmöglichkeiten, wie Apotheken, mobile Impfteams oder spontane Terminvergaben, die Entscheidung zur Impfung erleichtern würden. Auch Kombinationsimpfungen und Anreize wie Gutscheine oder Rabatte könnten die Motivation zur Impfung erhöhen.

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