Finanziell und bilanziell hat Noventi den Konzernumbau mit der heute kommunizierten Bilanz 2025 abgeschlossen. Das Fundament für die Zukunft sei solide.
Mit dem heute veröffentlichten Jahresabschluss 2025 setzt Noventi Health SE „den finanziellen Schlusspunkt unter die offizielle Sanierung der vergangenen drei Jahre“. Die strategische Neuausrichtung sei gelungen, das operative Geschäft auf hohem Niveau stabil. Tatsächlich stehen unter dem Strich für 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 256 Millionen Euro sowie ein operatives EBIT von rund 42 Millionen Euro. Allerdings konnte das Plus beim Konzernergebnis aus 2024 (+6,6 Millionen Euro nach -11.0 Millionen 2023 und -133 Millionen Euro 2022) in 2025 nicht gehalten werden. -15 Millionen Euro stehen in den Büchern, was Noventi mit einmaligen und geplanten Sanierungseffekten begründet.
Für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Finanzchef Frank Steimle steht 2025 vor allem für Klarheit: „Die Entwicklung im operativen Geschäft zeigt, dass Noventi stark aufgestellt ist. Das Jahresergebnis 2025 ist maßgeblich durch die abschließenden finanziellen Effekte der Sanierung und der erfolgten Refinanzierung geprägt. Die Verlängerung des Konsortialkredits unterstreicht den starken Rückhalt unserer Finanzierungspartner und unsere finanzielle Stabilität für die nächste Phase.“
Stark im Kerngeschäft
Vor allem im Kerngeschäft Abrechnungen sieht sich Noventi stark aufgestellt. Zum achten Mal in Folge sei man im Februar dieses Jahres von der Fachzeitschrift „Die erfolgreiche Apotheke“ zum besten Abrechnungszentrum Deutschlands gewählt worden. Und auch das Abrechnungsvolumen lag mit 29 Milliarden Euro ähnlich hoch wie im Vorjahr mit 30 Milliarden Euro.
„Das operative Geschäft hat sich solide entwickelt und zeigt, dass unser Kerngeschäft trägt. Der Weg der Transformation hat Mut und klare Entscheidungen erfordert. Diesen Kurs setzen wir auch in der nächsten Phase fort, um unsere Lösungen dort weiter zu verbessern, wo sie im Alltag unserer Kundinnen und Kunden wirklich den Unterschied machen und Mehrwert stiften“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Mark Böhm den Abschluss 2025.
Ausbau der Softwarekompetenz
Für die nächsten Jahre hat Noventi ein klares Zielbild ausgerufen: nach der Rezeptabrechnung auch in der Warenwirtschaft sowie in der Branchensoftware Qualitätsführer zu sein. Konkret will man dafür Kernprodukte um Funktionen erweitern und auf Automatisierung und Prozessmanagement setzen.
Andrea Buck, 1. Vorsitzender der Noventi-Mutter FSA, betont, dass man als Eigentümerverein den Kurs auch künftig begleitet und unterstützt: „100 Prozent apothekereigen bildet für Noventi ein solides Fundament. So können wirtschaftliche Stabilität und verlässliche Versorgung dauerhaft zusammengehen. Das offizielle Ende der Sanierung markiert einen wichtigen Meilenstein. Jetzt gilt es, weiter konsequent auf die Kundenbedürfnisse einzugehen, damit wir Apothekerinnen und Apotheker noch mehr Entlastung und Erleichterung im Arbeitsalltag haben.“


