UCB verkauft Chinageschäft

von | Aug. 27, 2024

Anhoren

Teilen

 

Die in Belgien ansässige UCB verkauft ihr Chinageschäft in den Bereichen Neurologie und Allergien für 680 Millionen US-Dollar an zwei Investmentfirmen aus Asien und Abu Dhabi.

Der belgische Biopharmakonzern UCB verkauft Teile seines Chinageschäfts. Konkret geht es um die Veräußerung und Lizenzierung der Bereiche Neurologie und Allergie inklusive der Produktionsstätte in Zhuhai an die CBC Group, Asiens größter, auf das Gesundheitswesen spezialisierter Vermögensverwalter, und an Mubadala, eine in Abu Dhabi ansässige Investmentgesellschaft. UCB erhält aus dem Verkauf einen Erlös von 680 Millionen US-Dollar. Laut UCB will man mit dieser strategischen Veräußerung die eigene Ausrichtung auf Innovation und Partnerschaften auf einem der am schnellsten wachsenden Pharmamärkte stärken und trennt sich daher von diesem bereits relativ weit entwickelten Geschäft.

UCB ist  seit 28 Jahren in China aktiv und präsent, weshalb CEO Jean-Christophe Tellier auch unterstreicht, dass sich am Engagement von UCB im Land durch die Veräußerung nichts ändere: „Wir prüfen kurzfristig die Markteinführung neuer Medikamente in den Bereichen Immunologie, Neurologie und seltene Krankheiten in China.“ Vielmehr seien die CBC Group und Mubadala die idealen Partner, das nun veräußerte Medikamentenportfolio voranzubringen.

„Die Nachfrage nach Produkten für das zentrale Nervensystem in China ist in den letzten zehn Jahren gestiegen, und wir freuen uns, dass wir durch den einzigartigen Investor-Operator-Ansatz von CBC unsere Expertise, Ressourcen und Plattformsynergien nutzen können, um diese sich entwickelnden Bedürfnisse zu befriedigen und Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen“, ergänzt Fu Wei, Chief Executive Officer der CBC Group. Langfristig plane man den Aufbau einer führenden integrierten ZNS-Biopharma-Plattform in China, für die man mit der aktuellen Akquisition nun bereits den Anker gesetzt hätte.

Die Veräußerung umfasst das Neurologie-Portfolio (Keppra, Vimpat, Neupro) und das Allergie-Portfolio (Zyrtec, Xyzal) von UCB auf dem chinesischen Festland. Der kombinierte Nettoumsatz für diese Medikamente in China lang im vergangenen Jahr bei 131 Millionen Euro. Abgeschlossen werden soll die Transaktion voraussichtlich im vierten Quartal. Auf die Finanzprognose 2024 von UCB wird sich die Veräußerung demnach noch nicht auswirken. Für 2025 wird – vorbehaltlich des Abschlusses –eine geringfügige Verwässerung der bereinigten EBITDA-Marge erwartet.

Das könnte Sie auch interessieren