Transatlantische Partnerschaft bei Biokatalysatoren

by | Apr 3, 2024

Quelle Ginkgo/Prozomix

Anhoren

Teilen

 

Ginkgo Bioworks und Prozomix bündeln Kompetenzen, um Enzymservices für die Pharmaindustrie mit Hilfe von KI weiterzuentwickeln.

 

Eine neue transatlantische Partnerschaft verkünden nun das britische Biotech-Unternehmen Prozomix und die amerikanische „Organism Company“ Ginkgo Bioworks. Konkret wollen beide Partner eine neue Generation von Biokatalysatoren auf Grundlage von Sequenzen und Aktivitätsdaten früherer Enzymbibliotheken entwickeln. Gemeinsam wollen Ginkgo und Prozomix so die Produktion von Enzymplatten der nächsten Generation für die Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe (API) ausbauen. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Ginkgos Enzymservices sowie die dort entwickelten KI- und Maschine-Learning-Modelle mit den bestehenden Enzymbibliotheken und der umfassenden Erfahrung von Prozomix bei der Herstellung von Enzymplatten zu nutzen.

Diese Enzymplatten spielen eine wichtige Rolle für die Pharmaindustrie und könnten langfristig dazu beitragen, die Kosten für Arzneimittel zu senken. Mit diesem Ziel setzt die Pharmaindustrie nämlich schon länger auf Biokatalysatoren in der kommerziellen Wirkstoffherstellung. Und Enzymplatten bieten hier die Möglichkeit, die Biokatalysatoren zu identifizieren, die die gewünschte Reaktion in der Wirkstoffherstellung hervorrufen. Allerdings hängt die Akzeptanz von Biokatalysatoren weitgehend von der Vielfalt und Leistungsfähigkeit der in diesen Platten verfügbaren Enzyme ab. Deshalb erhoffen sich Ginkgo und Prozomix von der Partnerschaft vor allem auch, weitere neue Enzymsequenzen zu entdecken.

Diese potenziell nächste Generation von Enzymplatten wollen beiden Partner allen Gruppen der pharmazeutischen Prozesschemie kostenlos zur Verfügung stellen – vorausgesetzt, dass die Screening-Daten an Ginkgo zurückgegeben werden, um die KI-, respektive ML-Modelle weiter zu verfeinern.

Das könnte Sie auch interessieren

Pilotprojekt ErwiN gestartet

Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern schließen sich zusammen, um neue Wege für die medizinische und pflegerische Versorgung älterer und chronisch kranker Menschen zu finden.

Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern schließen sich zusammen, um neue Wege für die medizinische und pflegerische Versorgung älterer und chronisch kranker Menschen zu finden.

da Vinci-Single-Port und neue Professur in Mainz

Die Universitätsmedizin Mainz baut ihre Robotik-gestützte Chirurgie weiter aus und ist damit die erste Universitätsklinik in Deutschland, die über das da Vinci Single-Port-System verfügt.