Telemedizin gut für die Umwelt?

von | Apr. 24, 2025

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Eine US-Studie rechnet vor, wie Telemedizin einen positiven Einfluss auf das Klima haben könnte, weil der Weg in die Praxis entfällt.

 

Telemedizin ist bequem für Patienten und gut für die Umwelt. Zu diesem Ergebnis kommt nun eine im American Journal of Managed Care veröffentlichte Studie. Denn wer eine telemedizinische Behandlung wahrnimmt, muss nicht mit dem Auto in die Praxis fahren. Demnach habe Telemedizin die Anzahl der Autos auf amerikanischen Straßen verringert und damit die monatlichen Kohlendioxidemissionen um das Äquivalent von bis zu 130.000 benzinbetriebenen Autos reduziert, rechnen die Wissenschaftler vor.

Dafür hat das Forscherteam insgesamt knapp 1,5 Millionen telemedizinische Konsultationen in den USA zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2023 quantifiziert. Davon hätten zwischen 741.000 und 1,35 Millionen den persönlichen Arztbesuch ersetzt. Anhand dieser Zahlen haben sie dann ausgerechnet, dass Telemedizin die CO2-Emissionen zwischen 23.500 und 52.500 Tonnen pro Monat senkt.

Für die Macher der Studie ein weiteres starkes Argument pro Telemedizin, schließlich trage der Gesundheitssektor ohnehin erheblich zum globalen CO2-Fußabdruck bei, wie Mitautor Dr. A Mark Fendrick, Professor Professor für Medizin sowie Direktor des Center for Value-Based Insurance Design an der University of Michigan, betont. Allein in den USA entfallen neun Prozent der gesamten Emissionen auf den Gesundheitssektor. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Umweltauswirkungen der medizinischen Versorgung reduziert werden können, wenn kohlenstoffärmere Optionen wie die Telemedizin andere Dienstleistungen ersetzen, die mehr Emissionen verursachen“, ist Prof. Fendrick überzeugt.

Neben Recycling, weniger Einwegprodukten oder Anästhetika mit besserer Umweltbilanz konnte Telemedizin also eine weitere Stellschraube sein. Allerdings geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass die Nutzung von Telemedizin seit dem Ende der Covid-Pandemie zurückgegangen sei, was dazu geführt haben könnte, dass sie die tatsächliche Menge an CO2-Einsparungen für die Zukunft überschätzt haben.

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