Teledermatologie-App als Prototyp in Berlin erlebbar

von | Jan. 28, 2025

DFKI-Mitarbeitende bei der Aufnahme eines Hautmerkmals. Binnen Sekunden wird SkinDoc eine KI-gestützte Diagnose und Entscheidungserklärung der Hautläsion bereitstellen. Quelle: Lando Lehmann / DFKI

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SkinDoc heißt die Teledermatologie App, deren Prototyp ab heute im neuen IQZ in Berlin erlebbar ist. Das Ziel: vertrauenswürdige KI aus Deutschland stärken. 

 

KI greifbar machen und der breiten Öffentlichkeit eine Anlaufstelle bieten – das ist das Ziel des neuen IQZ in Berlin. IQZ steht für Innovations- und Qualitätszentrum mit dem Ziel, vertrauenswürdige KI aus Deutschland zu stärken. Und genau hier präsentiert ab heute das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) SkinDoc, seine KI-gestützte Lösung für die Teledermatologie.

„SkinDoc ist eine prototypische, KI-gestützte Teledermatologie-App für das Smartphone, basierend auf modernster, erklärbarer KI zur Bewertung des Hautkrebsrisikos anhand klinischer Bilder“, fasst Adriano Lucieri, Researcher am DFKI im Forschungsbereich Smarte Daten & Wissensdienste, die Idee hinter der App zusammen. Seit 2020 arbeitet das Team des DFKI an der Entwicklung.

Frühzeitiges Erkennen

SkinDoc soll vor allem dabei helfen, potenzielle Hautauffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Von der Aufnahme der Bilder, über die KI-gestützte Diagnose und Entscheidungserklärung der Hautläsion, bis zur letztlichen Diagnose durch Mediziner stellt SkinDoc den gesamten Prozess mithilfe von Erklärmethoden plausibel und nachvollziehbar dar.

Für das Training von SkinDoc wurden ausschließlich frei verfügbare klinische Aufnahmen von Hautläsionen verwendet, die vor dem Training in einem teilautomatisierten Prozess durch Experten kuratiert wurden.

Mittels dieser Daten wurde die KI in mehreren Durchläufen und unter der Verwendung verschiedener Trainingsparameter auf die künftige Aufgabe vorbereitet. Außerdem wurden im Nachgang an das eigentliche Training zusätzlich noch verschiedene Erklärmethoden trainiert und implementiert, um die Entscheidungswege des trainierten KI-Modells während der Verwendung zu plausibilisieren.

In sechs Schritten zur Diagnose

Auch deshalb sind die Schritte, die SkinDoc zur Diagnose führen, genaustens erklärt. Der erste Schritt ist die Validierung der Aufnahmequalität, gefolgt von der KI-Mustererkennung als Vorabdiagnose, sogenannten Heatmaps als visuelle Entscheidungsgrundlage, einer Symmetrie-Analyse, der Segmentierung von Hautmerkmalen, bis letztendlich die Ergebnisse präsentiert werden – inklusive Erklärung, wie die App zu dieser Diagnose gekommen ist.

Vor allem der letzte Schritt schaffe die Möglichkeit, direktes Feedback von medizinischem Fachpersonal einzuholen, heißt es vom DFKI.

Standards setzt

Und eben diese Erklärmethoden würden auch einen neuen Anspruch an KI-Lösungen stellen, heißt es weiter. Denn gerade die Medizin sei prädestiniert, um neue, höhere Standards zu setzen. Weil es um Menschenleben geht, sei es „zwingend Notwendig“, medizinische Entscheidungen gerade dann transparent und nachvollziehbar zu gestalten, wenn sie von KI-Systemen gestützt oder initiiert werden.

Der SkinDoc-Demonstrator wird ab dem 28. Januar 2025 im neueröffneten IQZ-Berlin der Mission KI, in den Räumlichkeiten des Deutschen Technikmuseums permanent ausgestellt und so für die Öffentlichkeit erlebbar sein.

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