Tarifverhandlungen am UKGM: Streik unnötig

von | März 12, 2026

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Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) ist guter Dinge, sich bei den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi einigen zu können.

  

Dr. Gunther K. Weiß ist zuversichtlich für den nächsten Verhandlungstermin kommende Woche am 18. März. Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) glaubt, dass ein Kompromiss zwischen seinem Haus und der Gewerkschaft Verdi auch ohne Warnstreik möglich sein wird. Der ist allerdings bereits angekündigt – und zwar für die Tage vor der Verhandlung, Dienstag den 17. und Mittwoch, den 18. März. Auch deshalb appelliert Dr. Weiß an alle Beschäftigten, sich nicht an den angekündigten Streiks zu beteiligen.

Die Tarifverhandlungen zwischen der UKGM-Geschäftsführung und Verdi haben am 28. Februar begonnen. Zum Verhandlungsauftakt hatte die Geschäftsführung ein umfassendes Angebot in Höhe von 5,8 Prozent auf den Tisch gelegt und damit die Hoffnung verbunden, in zügigen Verhandlungen zu einem für alle Beteiligten tragbaren Ergebnis zu kommen. Das Angebot orientiere sich stark an derzeitigen Branchenabschlüssen. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kliniken sind vor dem Hintergrund der aktuellen Krankenhausreform herausfordernd genug”, betont Dr. Weiß. „Es spricht alles dafür, am Verhandlungstisch eine Lösung zu suchen und auf Arbeitsniederlegungen zu Lasten unserer Patientinnen und Patienten zu verzichten.”

Forderungen deutlich höher

Die Gewerkschaft dürfte das anders sehen. Dort fordert man nämlich zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 400 Euro sowie höhere Zulagen für Schichtdienste. Die bisherige Vergütung spiegele die Bedeutung der Tätigkeiten im Gesundheitswesen nicht ausreichend wider, heißt es von Verdi. „Gesundheitsarbeiter*innen sind Leistungsträger der Gesellschaft, ihre Arbeit verdient diese Anerkennung und eben auch die entsprechende Bezahlung”, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas‑Rehm im Vorfeld der Verhandlungen.

In früheren Tarifrunden gehörten lange Streiks am UKGM immer wieder dazu. Ob dieses Druckmittel erneut zum Einsatz kommt, läge alleine beim Eigner des UKGM, betonte Dzewas-Rehm: „Der Rhön‑Konzern hat es in der Hand, mit einem guten Angebot die Basis für konstruktive Verhandlungen zu schaffen.”

Vermutlich auch deshalb kündigt UKGM-Geschäftsführer Dr. Weiß an, mit Verdi trotzdem eine Notdienstvereinbarung treffen zu wollen, sodass die lebensnotwendige medizinische und pflegerische Versorgung sowohl am 17. als auch am 18. März sichergestellt werden kann. Ziel der Geschäftsführung sei es, auch während der laufenden Verhandlungen Sorge dafür zu tragen, dass die Versorgung der Menschen, die auf das UKGM angewiesen sind, zu jeder Zeit und an beiden Standorten und allen Teilbereichen gewährleistet sei.

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