Studie: Schlüsseltrends Gesundheitsvorsorge

by | Feb 28, 2024

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Eine von der Gesundheitsstadt Berlin im Vorfeld des Digitalforum Gesundheit präsentierten Studie verdeutlicht: Demografie, New Work, Digitalisierung und Individualisierung sind die Schlüsseltrends, mit denen die Bundesländer den Herausforderungen der Gesundheitsvorsorge begegnen wollen.

 

Kernelement der Studie sind die „4 P”. Sie werden die kommenden Entwicklungen der Gesundheitswelt prägen. Gemeint sind Personalisierung, Patientenorientierung, Prävention und Public Health. Die in der Studie vorgestellten digitalen Lösungen zielen darauf ab, eine bedarfsgerechte, personalisierte, digitalisierte und sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung zu schaffen, indem qualitativ hochwertige Strukturen sinnvoll kombiniert und intelligent vernetzt werden. Zukünftige digitale Unterstützung soll eine passgenaue und hochwertige Versorgung ermöglichen. 

Zukünftige Veränderungen sollten das Ziel, die Gesundheitslandschaft grundlegend zu transformieren und einen stärkeren Fokus auf personalisierte und präventive Ansätze zu lenken, um die Bedürfnisse einer vielfältigen Bevölkerung zu erfüllen. Gleichzeitig will man mit ihnen bestehenden Herausforderungen begeben, insbesondere in strukturschwachen ländlichen Regionen, wo der Mangel an Ärzten und Fachkräften zunehmend spürbar wird. Es gilt das Motto „Präventiv und digital vor ambulant und stationär“. Die zunehmende Digitalisierung und Integration von Gesundheitsdaten versprechen nicht nur eine bessere Versorgung, sondern auch die Schließung von Versorgungslücken und die Verbesserung der Lebensqualität für alle Bürger.

Unterstützung für ländliche Regionen

Eine steigende Anzahl von Bundesländern unterstützt bereits verschiedene Initiativen, um den Gesundheitsversorgungsproblemen in ländlichen Gebieten entgegenzuwirken, attestiert die Studie. „Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und eine bessere digitale Infrastruktur wie beispielsweise Patientenportale, elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement sowie sektoren- übergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen werden in MV gefördert“, betont etwa Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern. Auch in Thüringen setzt man auf Digitalsierung. Mit dem We-CaRe-Bündnis wird unter anderem die Digitalisierung der Thüringer Rettungskette einschließlich der Digitalisierung der Krankenhausnotfallaufnahmen sowie das Schlaganfallnetzwerk SATELIT umgesetzt. 

„Veränderungen in der medizinischen Versorgung sind unumgänglich und wir werden neue Wege gehen müssen”, sagt auch Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit dem Programm eHealthSax unterstützt das Land Sachsen patientenorientierte und sektorübergreifende Maßnahmen, die zur Digitalisierung des Gesundheitswesens und zur Verbesserung telemedizinischer Lösungen beitragen.

Integration von Telemedizin zur Vertrauensbildung

Die Neuerungen in der Gesundheitsversorgung, unterstützt durch Stimmen wie die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, markieren den Schritt hin zu einem dynamischen und patientenzentrierten Gesundheitssystem. Durch die Integration von Telemedizin als Standardverfahren in der ambulanten Versorgung hofft man zudem eine essenzielle Grundlage für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Bürgern und Gesundheitswesen zu schaffen – besonders vor dem Hintergrund eines zunehmenden Vertrauensverlusts in die Fähigkeit der Politik, eine hochwertige und zugleich bezahlbare Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. 

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