Studie: Gesundheit hat hohen Wert für Volkswirtschaften

von | Mai 13, 2025

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Innovation im Gesundheitssystem sind eine Investition in die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des österreichischen IPF. Institut für Pharmaökonomische Forschung.

 

Innovationen im Gesundheitswesen haben eine volkswirtschaftliche Relevanz. Das rechnet eine aktuelle Studie des Wiener IPF Institut für Pharmaökonomische Forschung nun vor. Die Autoren zeigen anhand verschiedener Fallbeispiele, dass etwa neue Medikamente oder Impfstoffe breiter sowie über mehrere Dimensionen hinweg wirken und somit auch umfassender zu bewerten sind.

„Die Gesundheit und die Wirtschaft eines Landes bedingen sich gegenseitig. Eine gesunde Bevölkerung trägt entscheidend zum Wohl eines Sozial- und Wirtschaftssystems bei. Gleichzeitig ist eine leistungsfähige Wirtschaft notwendig, um ein soziales Gesundheitssystem zu finanzieren und aufrechtzuerhalten“, sagt Dr. Evelyn Walter, Geschäftsführerin des IPF Institut für Pharmaökonomische Forschung. „Investitionen in präventive und therapeutische Innovationen sind deshalb Investitionen in Humankapital und von zentraler Bedeutung. Dennoch werden Entscheidungen im Gesundheitswesen sehr stark anhand der Ausgaben diskutiert – was dazu führt, dass sie viel zu kurzfristig betrachtet werden.“

Wirkung auf mehreren Ebenen

Anhand von fünf Erkrankungen untermauern die Experten des IPF diese These. Beispiel Gürtelrose: Könnte die Immunisierung in Österreich durch eine Impfung nur um zehn Prozent gesteigert werden, hätte das eine Einsparung in Höhe von 56 Millionen Euro für das Gesundheitssystem des Landes zur Folge. Noch deutlicher wird das Einsparpotenzial bei psychischen Erkrankungen. Gäbe es hier Innovationen im Therapiebereich, die die Krankheitssymptome beispielsweise von Depression um ebenfalls zehn Prozent reduzieren könnten, wäre die Belastung für das Gesundheitssystem um 100 Millionen Euro pro Jahr niedriger.

„Eine isolierte Betrachtung der Behandlungsausgaben wird dem gesamten Werte- und Nutzenspektrum von Innovationen niemals gerecht“, analysiert Walter die Ergebnisse. „Auch wenn die Effekte der Innovationen je nach Indikationsbereich durchaus unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.“

Dass der Fokus derzeit zu wenig auf diesen gesamtgesellschaftlichen, positiven Auswirkungen liegt, habe etwas damit zu tun, dass sie nicht immer sofort zu erkennen sind, betont auch Jens Wiedner, Leiter einer Arbeitsgruppe im Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI), welches die Untersuchung in Auftrag gegeben hat. Dass sie dennoch ausgeprägt und nachhaltig sind, machen die Studienergebnisse nun jedoch deutlich sichtbar.

„Vor diesem Hintergrund treten wir für einen Perspektivenwechsel ein – vom kurzfristigen Fokus auf die Kosten hin zu einer langfristigen Strategie, die Ausgaben für Gesundheit als Investition betrachtet. Denn Gesundheit lohnt sich. Nicht nur für die Betroffenen, ihre Angehörigen und die Gesellschaft, sondern auch wirtschaftlich“, ist Weidner überzeugt.

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