Fünf Studenten im fünften Semester des Bachelorstudiengangs Informatik an der TH Brandenburg haben im Rahmen eines Hackathons gravierende Sicherheitslücken im Gesundheitswesen aufdecken können.
Sie waren mit dem Ziel ins spanische Mataró gereist, um IT-Sicherheitslücken im Gesundheitswesen zu identifizieren – und haben ihre Aufgabe (leider) auch gemeistert. Fünf Informatik-Studenten der Technischen Hochschule Brandenburg haben im Rahmen eines Hackathons gemeinsam mit elf Studenten am TecnoCampus Mataró tausende Datensätze analysiert – unter anderem auch auf Basis von Python-Skripten zur Automatisierung des Analyseprozesses. Dabei haben sie gleich eine Reihe von Schwachstellen aufdecken können – unter anderem frei zugängliche Gesundheitsdaten.
Die betroffenen Stellen werden nun sorgsam über die Ergebnisse informiert, betont man an der TH Brandenburg. Die Ergebnisse des Hackathons werden außerdem archiviert und dokumentiert, sodass sie auch in Zukunft für Lehre und Forschung zur Verfügung stehen.
„Der Hackathon zeigt das Potenzial für weitere internationale Kooperationen und praxisorientierte Projekte zur Verbesserung der Cybersicherheit im Gesundheitswesen auf“, sagt Michael Pilgermann, der an der THB Profressor für Angewandte Informatik, insbesondere IT-Sicherheit ist. Dort wird im Rahmen der Forschungsgruppe MedSec vor allem die IT-Sicherheit von Krankenhäusern untersucht, in deren Rahmen der Hackathon eingegliedert ist. „Die Ergebnisse passen perfekt in die Arbeiten unserer Forschungsgruppe“, freut sich Prof. Pilgermann.
Sie zeigen allerdings auch, wie groß der Bedarf an umfassenden IT-Sicherheitsmaßnahmen an deutschen Kliniken ist und dass hier offensichtlich dringend ein Fokus gelegt werden muss, damit bei einer nächsten „Analyse“ nicht Cyberkriminelle anstatt Bacherlor-Studenten „fündig“ werden.



