Statistik zeigt: Gesundheitswesen profitiert vom Anerkennungsgesetz

by | Feb 23, 2024

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Drei Viertel aller Anträge auf Berufsanerkennung ausländischer Abschlüsse betreffen Heilberufe.

 

365.000 – so viele Anträge auf Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses wurden bis Endes 2022 gestellt. Das zeigt nun der Bericht zum Anerkennungsgesetz 2023 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zur Erinnerung: Das Gesetz trat im April 2012 in Kraft.

Der Bericht zeigt deutlich, dass vor allem das Gesundheitswesen in erheblichem Ausmaß von der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte profitiert. Über 16.000 Anträge wurden alleine 2022 von Fachkräften aus dem Bereich Gesundheits- und Krankenpflege gestellt. 7.400 kamen von Ärzten, über 1.000 von Zahnärzten und rund 1.200 Anträge von Physiotherapeuten. Insgesamt entfielen 75 Prozent der Anträge des Gesamtzeitraums auf Heilberufen, heißt es im Report. Pflegekräfte machen 36 Prozent davon aus, Ärzte 24 Prozent. Beide Berufsgruppen seien nicht nur innerhalb der Heilberufe, sondern auch insgesamt mit Abstand die antragsstärksten Referenzberufe. Physiotherapeuten (drei Prozent), Zahnärzte (drei Prozent), Apotheker (zwei Prozent) sowie Hebammen (ein Prozent) sind ebenfalls Heilberufe, die zu den zehn antragsstärksten zählen.

Der Anteil insbesondere an Pflegekräften sei auch deshalb so hoch, weil es hier eine Vielzahl privater Personaldienstleister und Arbeitgeber gebe, die gezielt ausländische Pflegekräfte nach Deutschland bringen und deshalb bei der Anerkennung der Berufsqualifikation unterstützen.

Nach Ländern aufgeschlüsselt, kommen viele der Pflegekräfte aus den Philippinen, aus Tunesien und Indien. „Mit 87 Prozent entfiel ein Großteil der Anträge auf Qualifikationen aus Drittstaaten, also deutlich häufiger als bei Anträgen auf Anerkennung zum Referenzberuf Ärztin beziehungsweise Arzt“, heißt es aus dem Ministerium. Ärzte kommen hingegen besonders häufig aus Syrien, Rumänien oder der Türkei.

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