Starker Franken belastet Jahresstart bei Roche

by | Apr 24, 2024

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Wären da nicht die Wechselkurse, wäre der Schweizer Pharmakonzern sehr gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Für das Gesamtjahr hält man dennoch am Ausblick fest.

 

Es sei ein guter Start in das neue Geschäftsjahr gewesen, betont Roche-CEO Thomas Schinecker in der Meldung zu den Q1-Zahlen 2024 – wäre da nicht der starke Franken gewesen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal des Jahres zwar um zwei Prozent. Unterm Strich sorgen die Währungseffekte dann aber doch für ein Minus vor den sechs Prozent. Und auch die Covid-19-Produkte – die in diesem Quartal zum letzten Mal Auswirkungen haben werden, wie der Konzern unterstreicht – haben das Ergebnis noch einmal gedrückt.

Dennoch zeigt sich Schinecker zufrieden mit den Zahlen: „Das Basisgeschäft beider Divisionen – ohne COVID-19-Produkte – erzielte ein hohes einstelliges Wachstum.“ In der Pharma-Sparte waren es sieben Prozent Wachstum, im Bereich Diagnostics konnte Roche sogar acht Prozent zulegen. Das Verkaufswachstum in beiden Sparten lag bei zwei Prozent. Das beflügelt auch die Prognose des CEO für das Gesamtjahr 2024: „Wir gehen davon aus, dass unsere Konzernverkäufe dieses Jahr währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich wachsen werden und bestätigen unseren Ausblick für 2024“, sagt Schinecker.

Den positiven Ausblick stützt man bei Roche vor allem auf das Geschäft in den USA – hier beispielsweise auf die dortige Zulassung von Xolair als bisher einziges Medikament bei bestimmten Nahrungsmittelallergien. Und auch Alecensa sei in den USA als Medikament für die Behandlung von Lungenkrebs im Frühstadium zugelassen. „Alecensa reduziert das Risiko für Krankheitsrückfall oder Tod im Vergleich zur Chemotherapie um beeindruckende 76 Prozent und verbessert damit deutlich die Standardbehandlung für diese spezielle Form von Lungenkrebs“, führt Schinecker aus. Und auch in der Diagnostik konnte man vor allem in den USA im ersten Quartal wichtige Meilensteine erreichen. Hier betont man bei Roche die US-Zulassung des ersten molekular Tests für das Screening von Blutspenden auf Malaria sowie den Status „bahnbrechendes Medizinprodukt“ der amerikanische Arzneimittelaufsicht FDA für Bluttests zur Unterstützung einer frühen Alzheimer-Diagnose.

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