Um 7,2 Prozent konnte die Asklepios-Gruppe ihren Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres steigern. Als stabil bezeichnet man in Hamburg damit die eigene Geschäftsentwicklung in einem insgesamt herausfordernden Umfeld.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sind in den Gesundheitseinrichtungen der Asklepios Kliniken insgesamt rund 1,8 Millionen Patienten behandelt worden (1.HJ.2023: 1,7 Millionen). Die Asklepios Gruppe erwirtschaftete damit einen Konzernumsatz in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro. (1.HJ.2023: EUR 2,7 Milliarden Euro). Das entspricht einem Anstieg von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Konzernzwischenergebnis nach Steuern (EAT) betrug für den Zeitraum von Januar bis Juni 2024 74,1 Millionen Euro und lag über dem Vorjahresvergleichszeitraum (1 HJ.2023: 45,6 Millionen Euro). Die EAT-Marge betrug 2,6 Prozent. Der Nettoverschuldungsgrad lag beim 3,1-fachen und sank damit gegenüber dem Vorjahr (31.12.2023: 3,3x).
Dank der soliden Finanzlage sei Asklepios in der Lage, seine Investitionsstrategie fortzusetzen. Ziel ist es, die Häuser bestmöglich auf die neuen regulatorischen Anforderungen auszurichten. Dafür hat der Konzern alleine im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 150,5 Millionen Euro investiert.
„Trotz der Auswirkungen von Corona, Inflation und Energiekrise sowie der hohen Belastung durch die Finanzierung der Übernahme von RHÖN Anfang 2020 sind wir mit dem Nettoverschuldungsgrad von 3,1x nahezu auf dem Niveau zuvor”, betont CFO Hafid Rifi.
Gut gerüstet für Reformen
Trotzdem mahnt Asklepios-CEO Joachim Gemmel, dass die Transformation der Kliniklandschaft eine Herausforderung für alle Träger bleibe: „Uns bietet sie aber auch die Gelegenheit, unsere Wettbewerbsstärke voll auszuspielen. Zur Steigerung der Behandlungsqualität investieren wir stetig in Zukunftsbereiche wie die Digitalisierung und Automatisierung.”
Auch die integrierte Zusammenarbeit mit MEDICLIN und RHÖN sieht man bei Asklepios als Vorteil, in Zukunft Skaleneffekte zu nutzen, Synergien zu schaffen und Fachwissen zu teilen. Während für einzelne Häuser Nachteile aus der Reform zu erwarten sind, sei Asklepios als Gruppe resilient aufgestellt, um die im Rahmen der Krankenhausreform geforderte Spezialisierung von Kliniken weiter voranzutreiben.
Dazu sagt Marco Walker, ebenfalls CEO der Asklepios Kliniken: „Unsere Performance im ersten Halbjahr belegt, dass wir auch unter schwierigen Marktbedingungen erfolgreich arbeiten. Mit unseren über 160 Gesundheitseinrichtungen im Verbund mit MEDICLIN und RHÖN können wir medizinische Qualität auf höchstem Niveau zu bestmöglichen wirtschaftlichen Bedingungen anbieten.”
In Hamburg ist man auch deshalb zuversichtlich, dass die Gruppe die stabile Entwicklung über das gesamte Geschäftsjahr fortsetzen können wird. Angesichts der unsicheren Konjunkturentwicklung sei eine konkrete Prognose schwer möglich. Neben der allgemeinen Kostenentwicklung werden regulatorische Entscheidungen im Krankenhausmarkt einen Einfluss haben. Das operative Ergebnis zu verbessern, bleibe jedoch weiterhin das Ziel für das Gesamtjahr.



