SpiFa und BMG auf Schmusekurs

by | Feb 16, 2024

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Nach großer Enttäuschung Anfang Januar schauen die Vertreter der Fachärzte jetzt wieder positiv in die Zukunft – Zusagen des Bundesgesundheitsministers sei Dank.

 

Wenn Pressemitteilungen eines Verbands ein Ausrufezeichen in der Überschrift haben, war die Lobbyarbeit wohl erfolgreich. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) befinden sich in einem konstruktiven Dialog, wird vermeldet. Vermutlich um dem Adjektiv Nachdruck zu verliehen, wurde genau hier das Ausrufezeichen gesetzt. Die Enttäuschung nach dem ambulanten Krisengipfel Anfang Januar scheint damit wie weggeblasen.

Damals sei das Angebot an die Fachärzte nicht sachgerecht gewesen, heißt es jetzt vom Verband. Umso erfreulicher, dass die Gespräche nun wieder in Gang kommen. Der Vorstandsvorsitzende des SpiFa, Dr. Dirk Heinrich, vermeldet, dass man in einem sehr guten und konstruktiven Gespräch mit Gesundheitsminister Lauterbach die eigenen Vorschläge habe vorstellen und diskutieren können: „Unser Dialog mit dem BMG ist intensiv und konstruktiv. Professor Lauterbach hat zugesagt, dass zeitnah eine positive Veränderung der fachärztlichen Vergütungsstruktur erfolgen soll, insbesondere auch zur Verbesserung der Terminlage in den Facharztpraxen. Dies stimmt uns hoffnungsvoll und so setzen wir den Dialog mit dem Minister und seinem Stab fort.“

Lauterbach selbst vermeldet über seinen X-Kanal, dass es auch für Fachärzte Entbürokratisierung und Regeln brauche, die den Beruf attraktiver gestalten. Daran arbeite man nun. „Es ist eben sehr viel liegen geblieben an Reformen in den letzten zehn Jahren.“

Wie praktisch, dass man bei so viel Harmonie die Vorgänger hat, denen man den schwarzen Peter in die Schuhe schieben kann.

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