Spanische Universitätsklinik setzt auf Remote-Patientenmanagement

by | Jun 3, 2024

Quelle: Germans Trias i Pujol

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Wearables, Telemedizin und vor allem die so gewonnenen Daten sollen der spanischen Universitätsklinik Germans Trias i Pujol dabei helfen, die dortige Gesundheitsversorgung von einem reaktiven zu einem prädiktiven Modell umzuwandeln.

 

Wer sie nicht kennt: Seschat ist die ägyptische Göttin des Schreibens und der Messung. Und genauso heißt nun ein Großprojekt der spanischen Universitätsklinik Germans Trias i Pujol. Konkret verbirgt sich hinter dem Projekt SESHAT eine Initiative, die Telemedizin und Remote-Patientenmanagement vor allem auf Basis von Wearable-Technologien und drahtloser Konnektivität vorantreiben soll. Die dazugehörigen Technologien kommen vom kalifornischen Spezialisten Masimo. Ziel ist es, die physiologischen Daten von Patienten nahezu in Echtzeit verfolgen zu können – unabhängig davon, ob sie ein Patienten gerade in einem Teil der Klinik oder zu Hause aufhält. Angelegt ist SESHAT zunächst für mindestens drei Jahre und umfasst die Implementierung von 1.000 Medical Watches und weiterer Masimo Hospital Automation Produkte.

„Das Projekt SESHAT zielt darauf ab, die Gesundheitsversorgung von einem reaktiven zu einem prädiktiven Modell umzuwandeln, und zwar dank kontinuierlicher und zuverlässiger Patientendaten, die in Echtzeit mit Hilfe von Wearable Technology gemessen werden, sowohl im Krankenhaus als auch zu Hause“, fasst Dr. Oriol Estrada, Direktor für Strategie und Innovation im Gesundheitswesen bei Germans Trias zusammen.

Corona-Pandemie gab den Anstoß

Entstanden ist die Idee für SESHAT während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen komplexen Versorgungsanforderungen. Nun hofft man in Badalona, klinische Fortschritte zu erzielen, indem physiologische Veränderungen von Patienten besser dokumentiert und nachverfolgt und dann mit anderen Gesundheitsdaten kombiniert werden können. Am Ende des Projekts steht idealerweise ein proaktives Versorgungsmodell, bei dem die klinischen Teams Informationen erhalten, die es ihnen ermöglichen, Komplikationen vorwegzunehmen oder geeignetere Medikamente auszuwählen, um eine bessere therapeutische Reaktion zu gewährleisten – und das basierend auf dem Profil jedes Patienten.

Dafür habe meine eine Technologie finden müssen, die robust und zuverlässig ist und den Alltag der Patienten nicht beeinflusst, führ Dr. Estrada weiter aus: „Nach der Analyse verschiedener Optionen fiel die Wahl auf die Masimo-Technologie, die in medizinische Wearable-Geräte wie Masimo W1 und Radius VSM eingebettet ist. Ausschlaggebend für diese Wahl war die Bereitschaft von Masimo, nicht nur ein Technologieanbieter zu sein, sondern auch ein Technologiepartner.“ Hierfür sei eine strategische Zusammenarbeit vereinbart worden, für die das SESHAT-Projekt als Validierungsfeld für technologische Verbesserungen und die Identifizierung neuer Bedürfnisse dienen wird.

Die Universitätsklinik Germans Trias i Pujol in Badalona gehört zum Katalanischen Gesundheitsinstitut. Es ist ein High-Tech-Zentrum, das Gesundheitsdienstleistungen für eine Bevölkerung von 800.000 Einwohnern in der nördlichen Metropolregion von Barcelona anbietet.

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