Zwei große Digitalmessen im Gesundheitswesen in Deutschland zur selben Zeit? Der Plan konnte nicht aufgehen, wusste die Branche und wissen nun auch Bitkom und die Messe Berlin.
Es war eines der zentralen Themen im Vorfeld der diesjährigen DMEA: 2027 wandert die Messe nach München und der Digitalverband Bitkom wollte die Lücke mit der Smart Health Europe 2027 schließen – als Parallelveranstaltung. Nun rudert der Verband zurück, deutlich leiser als noch währender der DMEA im April, wo zahlreiche Plakate Besucher wie Aussteller davon überzeugen sollten, Berlin als Standort für Digital Health doch treu zu bleiben.
„Neuer Termin für neues Digital Health Event“ lautet der Titel einer heutigen Pressemitteilung. Die Smart Health Europe finde nun vom 26. Bis 28. Oktober 2027 in Berlin statt. Laut Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, sei die Terminverschiebung nach zahlreichen Gesprächen mit Ausstellern erfolgt. Schon während der diesjährigen DMEA hatten sich unter der Hand bereits alle großen Aussteller dazu bekannt, mit nach München zu gehen. Daher kommt die Terminverschiebung wenig überraschend.
Dennoch kann eine weitere, übergreifende europäische Digitalmesse der Branche keinesfalls schaden, betont auch Dr. Tobias: „Eines ist in den Kundengesprächen noch einmal deutlich geworden: Die Herausforderungen im Gesundheitswesen können nur durch die Digitalisierung und mit einem Blick über den Tellerrand hinaus bewältigt werden. Genau dafür wird die Smart Health Europe eine einzigartige Plattform bieten.“
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder betont ebenfalls, wie wichtig eine europäische Plattform für digitale Gesundheit sei, die nun mit der Smart Health Europe entstehe: „Gemeinsam mit der Messe Berlin sowie Akteuren aus Versorgung, Digitalwirtschaft, Wissenschaft und Politik zeigen wir, wie eine digitale, datengetriebene Gesundheitsversorgung in Europa gelingen kann.“
Bitkom und die Messe Berlin veranstalten auch die Smart Health Asia, die am 1. und 2. Juli 2026 in Singapur stattfinden wird. Die Veranstaltungsreihe solle insgesamt den Transfer von Innovationen und Best Practices zwischen den Kontinenten fördern.



