Schwieriges Geschäftsjahr für Carl Zeiss Meditec

von | Dez. 12, 2024

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Die Carl Zeiss Meditec leidet nach wie vor unter einem schwierigen Investitionsumfeld. Die Geschäftszahlen enttäuschen vor allem Analysten. Das Unternehmen selbst bleibt beim Ausblick verhalten.

 

Von einem leicht rückläufigen Umsatz spricht man bei Carl Zeiss Meditec mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023/2024. Von „enttäuschenden Zahlen“ sprechen die Analysten. Tatsächlich schrumpfte der Umsatz um 1,1 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging jedoch drastisch von 348,1 auf nur noch 194,5 Millionen Euro zurück. Das drückt natürlich die Dividende, die von 1,10 auf 0,60 Euro je Aktie gekürzt wurde.

Den Rückgang beim operativen Gewinn hat das Unternehmen selbst weiter unten in der Meldung „versteckt“. In Jena verweist man lieber auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern, das lediglich auf 245,9 Millionen von 362,9 Millionen Euro im Vorjahr zurückging. Das nämlich sei das Mittelfeld der Guidance nach neun Monaten gewesen.

China-Geschäft drückt Umsatz

Der Umsatzrückgang hängt vor allem mit einer schwächere Nachfrage aus China sowie mit Sondereffekte im Rahmen der Übernahme des Dutch Ophthalmic Research Center zusammen. In Jena führt man das hohe Zinsniveau, gestiegene Finanzierungskosten sowie gesundheitspolitische Unsicherheiten in einigen Kernmärkten wie Nordamerika, Deutschland und Japan an.

Dr. Markus Weber, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG, kommentiert die Ergebnisse des Geschäftsjahres wie folgt: „2023/24 war für uns ein schwieriges Geschäftsjahr – wir mussten eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur und des Konsumklimas ebenso verkraften wie eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung im Gerätegeschäft in mehreren Kernmärkten. Die im Laufe des Geschäftsjahres verschärften Resilienz-Maßnahmen haben die erwartete Wirkung gezeigt und die im Juni abgesenkte Prognose für das bereinigte EBIT konnte damit sicher erreicht werden.“

Verhaltener Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr bleibt die Unternehmensführung deshalb vorerst auch zurückhaltend. Das makroökonomische Umfeld bleibe schwierig, weshalb man nicht mit einer schnellen Erholung des Investitionsklimas für Geräte rechne, wie Dr. Weber weiter ausführt: „Für 2024/25 werden die Rahmenbedingungen voraussichtlich nicht einfacher – insbesondere die derzeit zu beobachtende Schwäche im chinesischen Markt veranlasst uns zu einem vorsichtigen Ausblick.“

Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird auch deshalb nur ein moderates Umsatzwachstum erwartet. Die EBITA-Marge soll sich in den kommenden Jahren schrittweise auf 16 bis 20 Prozent verbessern, unterstützt durch den wachsenden Anteil wiederkehrender Erlöse. Die vollständige Konsolidierung von D.O.R.C. soll dabei zu einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses beitragen.

Für die Aktie ging es nach diesen Zahlen weiter abwärts. Bei der US-Bank JPMorgan hat man das Kursziel bereits von 45 auf 40 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Underweight“ belassen. Das Unternehmen habe schon in der Vergangenheit enttäuscht, weshalb man nun vorsichtig bleibe. Auch für die nächsten Quartalszahlen im Februar rechnet man in den USA mit einem schwachen Ergebnis.

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