Schweizer EPD goes Cloud

von | Nov. 26, 2024

Anhoren

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Die dänischen Spezialisten von Trifork helfen der Schweizer Post bei der Weiterentwicklung des Elektronischen Patientendossiers (EPD). Der nächste Schritt: Eine Cloud-basierte Plattform.

 

Sowohl hinter der dänischen Medizinkarte als auch hinter dem dänischen Impfregister steckt der in Dänemark gegründete Softwarespezialist Trifork. Mittlerweile befindet sich der Hauptsitz im Schweizer Schindellegi und genau da sollen die Experten nun der Schweizer Post bei der Weiterentwicklung des Elektronischen Patientendossiers (EPD) helfen. Ziel ist eine neue Cloud-basierte Plattform für die landesweite EPD aufzubauen. Die Zusammenarbeit sei ein weiterer Schritt zur Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens, zur Steigerung von Effizienz, Sicherheit und Innovation, heißt es von der Schweizer Post.

Dort hatte man erst im Sommer dieses Jahres das Rennen um die EPD gegen Telekommunikationskonzern Swisscom gewonnen. Über die zertifizierte Plattform bedient die Post nach eigenen Angaben 90 Prozent der bestehenden Patientendossiers. Die neue Plattform soll nun das bestehende System ablösen und eine schnellere Implementierung von fortschrittlichen Funktionen wie elektronischen Rezepten oder Impfmanagement ermöglichen.

Internationale Standards

Dafür will man unter anderem moderne Standards wie HL7 FHIR nutzen, um Patienten und medizinischem Fachpersonal einen einfachen Zugang zu Daten zu ermöglichen und eine nahtlose digitale Kommunikation zu fördern. „Indem sie die Integration neuer Funktionen unterstützt, wird sie die Koordinierung im gesamten Gesundheitssystem stärken und die Versorgung aller Beteiligten verbessern“, heißt es in einer Mitteilung.

Auch deshalb hat man sich für Trifork als Partner entschieden – um sich „Inspiration aus dem dänischen Gesundheitswesen zu holen“. In enger Zusammenarbeit wollen beide Partner eine hochgradig skalierbare Infrastruktur aufbauen, die auf der Standardsoftware der Trifork Health Platform basiert und bei der das Wissen und die Erfahrung von Trifork aus dem Aufbau ähnlicher Infrastrukturen in Dänemark in hohem Maße wiederverwendet werden.

Insgesamt sei das erklärte Ziel, eine bessere Integration und Transparenz zu erreichen. Betrieben werden soll die Plattform vor Ort und auf Basis einer „sicheren Technologie“, um den Schutz der sensiblen persönlichen Daten sicherzustellen.

Trifork als verlässlicher Partner

Zum Projekt sagt Jesper Grankær Carøe, CEO von Trifork Digital Health: „Wir sind stolz darauf, unsere Erfahrungen mit den digitalen Gesundheitslösungen aus Dänemark in die Schweiz zu bringen.“ Gemeinsam mit der Schweizer Post wolle man eine Infrastruktur schaffen, die eine bessere und kohärentere Gesundheitsversorgung für Patienten und Anbieter gleichermaßen ermöglicht. Dafür kann Trifork auf über 20 Jahre Erfahrung im Gesundheitswesen zurückgreifen.

Der Startschuss für die neue Plattform ist bereits für das kommende Jahr geplant. Damit greift das gemeinsame Projekt von Trifork und der Post dem Schweizer Bundesrat vor. Er hatte angekündigt, im Frühjahr 2025 ein neues Gesetz über die EPD vorlegen zu wollen – unter anderem soll darin auch eine einheitliche Plattform zur Verfügung gestellt werden.

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