Schwarz Digits: Neuer Digitalisierungsmacher im Gesundheitswesen?

von | März 20, 2026

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Schwarz Digits hat sich in wenigen Jahren zu einem wichtigen Digital- und IT-Anbieter entwickelt – der nun auch das Gesundheitswesen für sich entdeckt hat.

 

 

Es ist eine News, die das Gesundheitswesen aufhorchen lassen sollte: Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und Schwarz Digits gründen ein gemeinsames Joint Venture. Mit Schwarz Charité Health Data GmbH wollen beide Partner künftig dafür sorgen, dass medizinische Daten sicher vernetzt und so eine Grundlage für Diagnose, Behandlung und Forschung bilden können.

Das Besondere an dieser News: Schwarz Digits ist der IT-Dienstleister der Schwarz Gruppe mit ihren Marken Lidl oder Kaufland und wurde erst 2023 gegründet. Damals begründete Schwarz-CEO Gerd Chrzanowski die Ausgründung damit, dass man so noch schneller skalieren und sich optimal skalieren könne. Und dieses Ziel ist definitiv erreicht. Vor allem strategische Partnerschaften, Joint-Ventures und Kooperationen verkündet man bei Schwarz Digits quasi am laufenden Band – auch im Gesundheitssektor. Erst im Januar haben die Sana-Kliniken eine Zusammenarbeit mit dem Cloud-Anbieter von Schwarz Digits, Stackit, verkündet. Das Ziel: schrittweise eine autarke, hochsichere Cloud-Umgebung für den Konzern aufzubauen und damit die Abhängigkeit von den globalen Hyperscalern zu reduzieren.

Schwarz Digits hat sich vor allem eine „digital Souveränität für Europa“ auf die Fahne geschrieben, Cybersicherheit ist mittlerweile allerdings ebenso ein wichtiger Eckpfeiler des Unternehmens und auch die KI-Expertise baut man in Neckersulm über strategische Investitionen – etwa in Aleph Alpha oder den Kommunikationsanbieter Wire – weiter aus.

Joint-Venture-Fokus: Eine Gesundheitsdatenplattform für Kliniken

Und nun der Zusammenschluss mit Deutschlands größter Universitätsklinik. Die Mehrheitsbeteiligung am Joint Venture bleibt mit 75 Prozent übrigens bei Schwarz Digits, die Charité hält 25 Prozent.

Im Fokus der künftigen Schwarz Charité Health Data GmbH soll die Plattform HIVEPRO stehen, über die Gesundheitsdaten harmonisiert und vernetzt werden sollen. Klinikbetreiber können ihre Informationen dort unabhängig vom Quellsystem bei voller Souveränität sichern und erschließen. Damit werden Kliniken in die Lage versetzt, Daten zum Wohle ihrer Patientinnen und Patienten künftig deutlich zielgerichteter zu nutzen, heißt es von beiden Partnern.

„Die Digitalisierung des Gesundheitswesens gelingt nur durch Vertrauen und gemeinsames Vorangehen. Mit unserem Joint Venture schaffen wir die nötige Basis, um sensible Gesundheitsdaten sicher zu vernetzen”, erklärt der designierte der künftigen Schwarz Charité Health Data GmbH, Arne Kaufmann.

Hoher Datenschutzstandard

Während die Charité ihre medizinische Expertise als europaweit führendes Universitätsklinikum einbringt, steuert Schwarz Digits das technologische Know-how zur kontinuierlichen Plattform-Entwicklung bei. Die Plattform selbst wird auf der souveränen Cloud-Infrastruktur von Stackit betrieben. Damit bleibt die Datenhoheit vollständig in Deutschland und entspricht hohen europäischen Datenschutzstandards.

„Vernetzte Daten für eine gesunde Zukunft entstehen nicht von selbst – sie brauchen eine leistungsfähige, sichere und skalierbare technologische Basis“, erklärt der zweite designierte Co-Geschäftsführer Stefan Becker. „Dabei profitieren wir von den Erfahrungen des seit 2016 bestehenden HiGHmed-Konsortiums. Als Teil der Medizininformatik-Initiative hat HiGHmed erfolgreich gezeigt, wie medizinische Daten strukturiert zusammengeführt und für eine optimierte medizinische Versorgung und Forschung zugänglich gemacht werden können.”

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