Schwangerschaftsabbruch per Telemedizin

by | Feb 19, 2024

Anhoren

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Eine in Nature Medicine veröffentlichte Studie aus den USA zeigt: Die medikamentöse Abtreibung per Telemedizin funktioniert.

 

Ein Schwangerschaftsabbruch ist erfolgreich – egal ob die Medikamente nach einem persönlichen Gespräch oder per Telemedizin verschrieben wurden. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle, in Nature Medicine erschienene Studie aus den USA. Dafür untersuchten die Forscher medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche von mehr als 6.000 Patientinnen. Zugestellt wurden die Medikamente per Post, nachdem zuvor eine telemedizinische Beratung stattgefunden hatte. Diese erfolgte bei 28 Prozent der Patientinnen per Videoanruf, in 72 Prozent der Fälle sogar nur per Textnachricht.

Dennoch war der Schwangerschaftsabbruch bei 97,7 Prozent der Patientinnen erfolgreich. In 2,3 Prozent der Fälle reichte die Dosis nicht aus, sodass weitere Medikamentendosen oder Evakuierungsverfahren benötigt wurden. Notfälle waren aber auch hier nicht dabei. Lediglich bei 0,25 Prozent der Patientinnen traten schwere unerwünschte Nebenwirkungen auf. Aus den Ergebnissen schließen die Autoren, dass sowohl die Erfolgs- als auch die Nebenwirkungsraten nach telemedizinischer Beratung mit denen der persönlichen Verschreibung vergleichbar sind.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Untersuchungen zur Sicherheit von Schwangerschaftsabbrüchen, einschließlich einer sehr großen Studie mit mehr als 52.000 Abtreibungen in Großbritannien. Für Frauen in den USA kommt die Studie zur richtigen Zeit. Der Oberste Gerichtshof wird in einem Monat über den Zugang zum Abtreibungsmedikament Mifepriston entscheiden, das in der Studie untersucht wurde.

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