Homöopathie-Spezialist Schwabe übernimmt die Mehrheit an Nahrungsergänzungsmittelhersteller Brainefect. Ein „Statement für die Zukunft“.
Die Schwabe Group gibt heute bekannt, dass sie ihre Anteile am Nahrungsergänzungsmittelhersteller Braineffect aufstockt und damit die Mehrheit am 2016 gegründeten Unternehmen übernimmt. Es handele sich um eine strategische Investition, heißt es von Schwabe. Dort hat man Ambitionen, neue Zielgruppen zu erschließen, ins direkte Geschäft mit den Endkunden einzusteigen und die Zukunft von Gesundheitsprodukten federführend mitzugestalten.
Genauso überschwänglich kommentiert Schwabe-CEO Olaf Schwabe die Akquisition: „Mit Braineffect holen wir uns eine Marke ins Haus, die vor Innovationskraft sprüht und perfekt zu unserem Purpose passt: dass Menschen ein gesünderes Leben führen können.“ Entsprechend sei die Partnerschaft ist mehr als nur eine Akquisition. „Sie ist ein Statement für die Zukunft. Wir erweitern so unsere Zielgruppen und schauen über den Tellerrand des klassischen Gesundheitsmarktes hinaus.“
Seit 2020 an Braineffect beteiligt
Schwabe ist bereits seit 2020 in Braineffect investiert, hat nun eine Zwei-Drittel-Mehrheit übernommen und will das Invest perspektivisch weiter auf 100 Prozent aufstocken. Derartige langfristig konzipierte Partnerschaften könnten zudem als Blaupause für weitere Investitionen dienen, prognostiziert man in Karlsruhe. Die Schwabe Group investiert über den eigenen Venture-Arm Natural X und sieht weitere Investitionen in vielversprechende Start-ups als Teil ihrer Wachstumsstrategie.
Braineffect selbst sei bereits profitabel, soll unter dem neuen Eigner jedoch weiter wachsen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte vorwiegend online sowie in über 2.500 Geschäften der Drogerieketten DM, Budni und anderen Partnern. Braineffect hat sich über Social Media stark entwickelt, insbesondere dank der frühen Einbindung von Influencern. Laut Schwabe liegt der Unternehmenswert von Braineffect im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Braineffect-Gründer Fabian Foelsch soll an Bord bleiben und das Wachstum vorantreiben.


