Starke Zahlen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 beflügeln den Aktienkurs von Schott Pharma.
Bereits das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 lief für Schott-Pharma gut und nun konnte der Hersteller für pharmazeutische Aufbewahrungs- und Verabreichungssysteme sogar noch einmal einen drauflegen. Plus 21 Prozent auf währungsbereinigte 268 Millionen Euro steig der Umsatz im dritten Quartal. Noch stärker stieg im Jahresvergleich mit 37 Prozent sogar das währungsbereinigte EBITDA auf 76 Milionen Euro – und das trotz Anlaufkosten für die Expansionsprojekte in Ungarn und Serbien.
Damit hat sich auch die EBITDA-Marge um mehr als drei Prozentpunkte auf 28,2 Proeznt verbessert. Beflügelt von diesen Zahlen erhöht Schott-Pharma CEO Andreas Reisse dann auch die Umsatzprognose für das Gesamtgeschäftsjahr: „Unsere sehr gute Entwicklung im dritten Quartal unterstreicht, dass die Marktdynamiken intakt und wir mit unserer Strategie bestens positioniert sind, um davon zu profitieren.“ Das Ergebnis resultiere aus der konsequenten Umsetzung der Strategie.
„Wir haben im dritten Quartal in unseren beiden Segmenten starke Ergebnisse erzielt, was zu unserem bisher höchsten Quartalsumsatz und -EBITDA-Ergebnis geführt hat. Aufgrund der Ergebnisse der ersten neun Monate haben wir unsere Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2024 erhöht. Trotz des schwierigen Marktumfelds, mit dem wir alle konfrontiert sind, erwarten wir nun ein Umsatzwachstum von elf bis 13 Prozent“, nennt Dr. Almuth Steinkühler, CFO von Schott Pharma, konkrete Zahlen.
Drug Delivery Systems als Treiber
Haupttreiber des Umsatzwachstums im dritten Quartal war die starke Entwicklung des DDS-Segments, Drug Delivery Systems. Mit einem währungsbereinigten Anstieg von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 115 Millionen Euro war der Umsatz das höchste jemals in diesem Segment erzielte Quartalsergebnis. Dies ist auf die anhaltend starke Nachfrage nach vorfüllbaren Spritzen zurückzuführen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres führten die intakten Marktdynamiken und die anhaltend hohe Nachfrage, die durch den Kapazitätsausbau gedeckt wird, zu einem weiteren Anstieg des HVS-Umsatzanteils, markenstarke High-Value-Solutions, auf 53 Prozent, womit sich das Unternehmen dem mittelfristigen Ziel von 60 Prozent weiter annäherte. Die Umsatzerlöse im Bereich Drug Containment Solutions (DCS) verzeichneten ebenfalls ein starkes Wachstum mit einem währungsbereinigten Anstieg von elf Prozent auf 153 Millionen Euro. Diese Entwicklung spiegelt die graduelle Erholung der Nachfrage nach Fläschchen sowie das anhaltende Wachstum in den anderen Produktkategorien wider.
Für die Aktie ging es von rund 32 auf aktuell über 36 Euro nach oben, womit sich Schott Pharma an die Spitze des SDax schiebt. Die Analysten von Jeffries betonen, dass die Zahlen deutlich besser ausgefallen seien, als erwartet und auch die Umsatzprognose deutlich über den Markterwartungen liege. Das sieht auch die Schweizer Großbank UBS so, belässt Schott Pharma jedoch auf einem „neutral“ mit einem Kursziel von 32,60 Euro.



