Schott Pharma eröffnet nach kurzer Bauzeit die neue Produktionsstätte in Serbien und punktet mit überraschend guten Zahlen für das zweite Quartal.
Den ersten Spatenstich gab es im Dezember 2023, nun konnte die neue Produktionsstätte im zentralserbischen Jagodina bereits eingeweiht werden. Einen zweitstelligen Millionenbetrag hat Schott Pharma investiert, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Markt zu stärken. Die Eröffnung sei ein weiterer Meilenstein auf dem eingeschlagenen Expansionskurs, heißt es aus Mainz.
Bis Ende 2025 am neuen Standort rund 180 Arbeitsplätze geschaffen. Es ist die größte Ampullenfertigung Europas. „In einer Zeit, in der weltweit Zölle und Steuern steigen und andere in Europa ansässige Hersteller von Glasampullen schließen, können wir unseren regionalen Kunden eine klare langfristige Perspektive zur Sicherung ihrer lokalen Lieferkette bieten“, sagte Andreas Reisse, CEO von Schott Pharma. Am neuen Standort in Jagodina werden Glasampullen für die Aufbewahrung injizierbarer Medikamente wie Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Anästhetika hergestellt.
Zudem berichtet die Nachrichtenagentur dpa-afx von einem überraschend guten zweiten Geschäftsquartal des Mainzer Pharmazulieferers. Demnach sei der Erlös von 247 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 252 Millionen Euro gestiegen, wie das SDax-Unternehmen gestern auf Basis vorläufiger Erkenntnisse mitteilte. Das sei währungsbereinigt ein Plus von zehn Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte von 67 Millionen auf nun 72 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge lag bei 28,6 Prozent nach 27,0 Prozent im Vorjahr. Mit den Ergebnissen schlug sich Schott Pharma besser, als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Der Vorstand bleibt weiter bei seinen Jahreszielen.



