Sächsische Krankenhausdelegation reist nach Seoul

von | Aug. 17, 2026

Die sächsische Delegation verspricht sich von der Reise nach Seoul vor allem neue Impulse in puncto Digitalisierung und Smart Hospital

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Anlässlich der „K-Hospital + Healthtech Fair“ reist die sächsische Gesundheitsministerin mit einer Krankenhausdelegation in die koreanische Hauptstadt.

 

Von einem der innovativsten Gesundheitsmärkte Asiens lernen, das ist das Ziel der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping, die diese Woche nach Seoul reist. Begleitet wird Köpping von Führungskräften mehrerer sächsischer Krankenhäuser und Trägern von Pflegeeinrichtungen, Wohlfahrtsverbänden und berufsständigen Vertretungen sowie Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Sächsischen Landtag. Das Ziel der Delegation: die Fachmesse „K-Hospital + Healthtech Fair.

Für Köpping ist Korea auch deshalb als Vorbild interessant, weil das Land einer schnell alternden Bevölkerung mit einem hohen Digitalisierungsgrad sowie umfangreichen staatlichen Investitionen begegne. Auch Sachsen habe bereits Erfahrungen mit der Gestaltung des demografischen Wandels gemacht, betonte Köpping. Und in den nächsten Jahren werde der Anteil der Personen über 65 Jahren weiter steigen. „Für eine moderne, effiziente und zukunftssichere Gesundheitsversorgung im Freistaat ist die Digitalisierung eine zentrale Voraussetzung. Digitale Technologien und Lösungen – etwa für Prävention, Diagnose, Behandlung und Management – bieten große Chancen im Gesundheitswesen“, sagte die Ministerin vor ihrer Abreise am Sonntag.

Erklärtes Ziel der Reise ist es, Einblicke in das südkoreanische Gesundheitswesen zu gewinnen und Ansätze zu identifizieren, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Freistaat Sachsen übertragen lassen.“ Ich freue mich über das große Interesse der Branche an meiner Reise. Mein Ziel ist es, in Südkorea Türen für die sächsischen Vertreter für Projekte und Geschäftsbeziehungen zu öffnen“, betont Köpping.

Geplant sind neben dem Besuch der Fachmesse Termine in ambulanten und stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Dazu zählt beispielsweise das Hallym University Sacred Heart Hospital. Das Krankenhaus nutzt seit 2019 ein digitales Kontrollzentrum für die Patientenüberwachung. Zudem gibt es dort 77 Serviceroboter, die in den Bereichen Logistik, Desinfektion und Pflege eingesetzt werden. Auf der Agenda steht zudem unter anderem auch ein Besuch des Samsung Medical Center. Es gilt als Pionier des „Smart Hospitals“. Durch papierlose Abläufe, automatisierte Logistik und Roboter-Unterstützung wird das Fachpersonal spürbar entlastet.

Im weiteren Verlauf der Reise sind auch Gespräche mit Verbänden und Institutionen wie etwa der Korean Hospital Association geplant sowie Besuche von Unternehmen, die innovative Lösungen für das Gesundheitswesen anbieten.

Erst am vergangenen Freitag hatte die Ministerin 9,2 Millionen Euro Förderung des Freistaats Sachsen für den Um- und Ausbau der Notaufnahme sowie der Intensivstation am Standort Zittau des Klinikums Oberlausitzer Bergland übergeben – ein Einzelförderung nach § 14 des Sächsischen Krankenhausgesetzes. Dabei betonte Köpping: „Mir ist wichtig, dass Sachsen weiterhin exzellenter Gesundheitsstandort bleibt und diese Position ausbaut.“

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