Auf dem heutigen Kapitalmarkttag gibt sich Merck positiv für das Wachstum in den kommenden Jahren. Life Science werde wieder ein Wachstumsmotor und auch Healthcare stehe gut da.
Wissenschafts- und Technologiekonzern Merck präsentiert sich auf seinem heutigen Kapitalmarkttag zuversichtlich. Nach dem „Übergangsjahr“ 2023 seien die Wachstumschancen nun wieder intakt, heißt es. „Wir haben uns vorgenommen, 2024 wieder zu wachsen – und dieses Wachstum zeigt sich bereits“, sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO von Merck. „Darüber hinaus sind wir bestens aufgestellt, um durch Innovationen und unsere leistungsstarken globalen Talente nachhaltiges Wachstum zu erzielen.“
Vor allem der Unternehmensbereich Life Science kehre als „Wachstumsmotor“ zurück. Wichtig Treiber seien hier die weltweite Pipeline an komplexen Molekülen und neuartigen Modalitäten in späteren Entwicklungsphasen heißt es. Als Beispiel nennt Merck innovative Therapien wie auf viralen Vektoren basierende Zell- und Gentherapien, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (Antibody-drug Conjugates, ADCs) und mRNA-Anwendungen. Der Konzern unterstreicht hier sein fundiertes Fachwissen sowie sein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen an. ADCs beispielsweise würden ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnen, heißt es weiter. Hier habe man die Kapazitäten in den letzten Jahren deutlich vergrößert.
Und auch im Segment Healthcare belege man führenden Positionen. Gegenüber den Investoren stellt Merck Innovationen in den Bereichen Onkologie sowie Neurologie und Immunologie werden in den Fokus, die das Wachstum langfristig treiben werden. Beispiele seien eine im Juni gestartete Phase-III-Studie mit Cladribin-Kapseln zur Behandlung der neurologischen Erkrankung Myasthenia gravis oder Enpatoran, das zur Behandlung von Lupus erythematodes entwickelt wird und für das Merck mit den vollständigen Ergebnissen der Phase-II-Studie Anfang 2025 rechnet.
Für Life Science erwartet Merck ein Wachstum zwischen sieben und neun Prozent in diesem Jahr, was weiterhin über dem Marktdurchschnitt liege. Healthcare werde entgegen der ursprünglichen Prognose nur leicht wachsen, weil es Rückschläge in der Entwicklungspipeline gab. Langfristig soll aber auch dieses Geschäftssegment wieder – unterstützt durch externe Innovationen – wieder im mittleren einstelligen Bereich wachsen.
Insgesamt wurde die Prognose für 2024 noch einmal bestätigt: Das Umsatzwachstum soll organisch zwischen zwei und fünf Prozent liegen, das EBITDA zwischen 5,8 und 6,4 Milliarden Euro.



