Roche und Temedica bringen neue Patientenapp

by | Jun 14, 2024

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Digitaler Begleiter soll Patienten mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration und diabetischem Makulaödem im Alltag unterstützen.

Roche und Temedica bringen gemeinsam eine neue Patientenapp auf den Markt. Mit Fachleuten und Betroffenen entwickelt, soll sie vor allem Menschen mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) und diabetischem Makulaödem (DMÖ) gezielt im Alltag unterstützen. Punkten soll Retinora mit einem breiten Spektrum an Funktionen, die für und mit Patienten mit Augenerkrankungen entwickelt wurden. Dazu zählen beispielsweise eine optimierte Terminorganisation mit Erinnerungsfunktion sowie umfassende Informationen über Netzhauterkrankungen, um die Nutzer stets über die neuesten Diagnose- und Behandlungsmethoden auf dem Laufenden zu halten. Zukünftig wird die App auch Text-zu-Sprache-Funktionen, Farberkennung und andere spezialisierte Features integrieren, um die Selbstständigkeit Betroffener im Alltag zu fördern.

Zusätzlich können die Patienten über die App ihre Erfahrungen der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stellen, wodurch sie aktiv zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Alle Daten werden unter strengster Beachtung der Datenschutzgrundverordnung und mit ausdrücklichem Einverständnis der Nutzer verwendet, betont man bei Roche und Temedica.

Retinora ist bereits die zweite App, die Temedica und Roche in Kooperation entwickeln, betont Temedicas CEO Gloria Seibert: „Mit dieser Entwicklung tragen wir signifikant zur Unterstützung und Begleitung von Patienten mit Makulaerkrankungen bei.” Und Nico Renner, Patienten Partnership Manager bei der Roche Pharma AG, glaubt, dass vor allem die Verbindung von Technologie und Wissenschaft wertvolle Unterstützung für die Betroffenen bietet.

Das Konzept bleibt damit auch bei der zweiten gemeinsamen App beider Unternehmen gleich: Patienten gezielt im Alltag unterstützen. Denn schon die erste App Brisa ist als digitaler Begleiter für Patienten mit Multipler Sklerose konzipiert. Hierzu kam der Anstoß aus einer Patienten-Kampagne von Roche.

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Gemüsekohl für die Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau haben jene Kohlsorten identifiziert, die besonders wertvolle Pflanzenstoffe für den Menschen beinhalten. Wie die sich auf die Gesundheit auswirken, wird nun in einer Interventionsstudie untersucht.

Grün und vielfältig sollte sie sein, unsere Ernährung. Und einem Gemüse kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Gemüsekohl. Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) gibt es mit dem Projekt SharpGreens sogar ein eigenes Forschungsprojekt, das jetzt in die zweite Phase startet. Die wissenschaftliche Fragestellung: Wie beeinflusst eine vielfältige Ernährung reich an Gemüsekohl die Gesundheit? Die humane Interventionsstudie wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg umgesetzt. Erforscht werden sollen vor allem die Auswirkungen auf die Immunfunktionen und das Darmmikrobiom.
Der Interventionsstudie ist eine intensive erste Projektphase vorangegangen, für die am IGZ in den vergangenen 30 Jahre eine umfassende Analytikplattform für sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Abbauprodukte entwickelt wurde. Im Fall des Gemüsekohls geht es um die sogenannten Glucosinolate, die beim Verzehr enzymatisch zu gesundheitsfördernden Abbauprodukten, den Isothiocyanaten, umgewandelt werden können. Diese Substanzen haben entzündungshemmende, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften. Bisher wurden mehr als 100 verschiedene Glucosinolate in Pflanzen identifiziert, wobei die Wirksamkeit ihrer Abbauprodukte stark variieren kann.
Über 300 Kohlsorten kultiviert
Im Rahmen des Projekts SharpGreens kultivierte das Team von Projektleiterin Dr. Katja Witzel im letzten Jahr 300 Genbank- und 17 kommerzielle Kohlsorten am IGZ und analysierte die Glucosinolat-Gehalte und Abbauprodukte. Dabei wurden 24 Kohlsorten mit verbesserten Glucosinolat-Gehalten und gewünschten -Abbauprofilen identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Regionen, darunter Kohlrabi aus der ehemaligen DDR, Blumenkohl-Sorten aus Italien, Weißkohl aus Japan und Spanien, Grünkohl aus Schweden und bulgarischer Rotkohl. Zur weiteren Aufklärung des enzymatischen Glucosinolat-Abbaus wurde das Proteom aller Kohlsorten am IGZ analysiert und ergänzend dazu eine genomweite Assoziationsstudie vom Projektpartner Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) durchgeführt.
In der nun gestarteten zweiten Projektphase werden die ausgewählten Kohlsorten in der Interventionsstudie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Lamy eingesetzt. Es wird untersucht, ob der Verzehr einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät die Gesundheit beeinflusst und ob diese Effekte auf den hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen oder die Pflanzenvielfalt zurückzuführen sind. Die Probanden erhalten dafür in einem randomisierten Crossover-Versuch vier verschiedene Gemüsekohl-Diäten, die aus gefriergetrockneten Kohlpflanzen am IGZ hergestellt werden und definierte Mengen an bioaktiven Substanzen enthalten. Außerdem wird der Einfluss der Vielfalt an Gemüsekohl in der Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms untersucht.
Bewusstsein für Vielfalt fördern
Die Forschungsergebnisse sollen anschließend über verschiedene Formate wie Kochevents, Feldführungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschafft sowie eine vielfältige pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. Unterstützt werden die Forscher dabei von proWissen Potsdam e.V. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert SharpGreens im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Richtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit (BiodivGesundheit2) mit 1,1 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

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Vivantes-Neuausrichtung steht

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