Roche übernimmt US-Biotech Poseida

von | Nov. 27, 2024

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Pharmakonzern Roche will für 1,5 Milliarden den amerikanischen Zelltherapie-Spezialisten Poseida Therapeutics übernehmen.

 

In der Regel geht es dieser Tage bei Biotech-Übernahmen um Krebstherapien. So auch dieses Mal: 1,5 Milliarden Euro ist dem Schweizer Pharmakonzern Roche Poseida Therapeutics und seine gegen verschiedene Tumore wirkende Zelltherapie wert.

Das Biotechunternehmen mit Sitz im kalifornischen San Diego arbeitet an sogenannten CAR-T-Therapien gegen verschiedene solide Tumore sowie Krebserkrankungen des Knochenmarks, des lymphatischen Gewebes und des Blutes – sogenannte hämatologische Malignome. Auch Produktionskapazitäten und die Technologieplattformen von Poseida sind Teil des Deals.

Poseida und Roche kennen sich mittlerweile gut. Seit 2022 besteht eine Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen, die sich auf die Entwicklung von Standard-CAR-T-Zelltherapien für Patienten mit hämatologischen Malignomen konzentriert.

Von der Übernahme erhofft sich Roche vor allem weitere Fortschritte in der allogenen Zelltherapie, wie Levi Garraway, Leiter der Produktentwicklung und Chief Medical Officer bei Roche, betont: „Wir sind von den frühen klinischen Daten sehr ermutigt. Die Akquisition baut auf unseren gemeinsamen Fortschritten auf, um die Entwicklung von potenziell ersten Zelltherapien in der Onkologie, Immunologie und Neurologie zu katalysieren.“

Roche erwirbt Poseida Therapeutics für neun US-Dollar pro Aktie in bar bei Abschluss, was einem Gesamtwert des Eigenkapitals von rund einer Milliarden US-Dollar entspricht. Die Aktionäre erhalten darüber hinaus ein nicht handelbares bedingtes Wertrecht (CVR) in Höhe von bis zu vier US-Dollar je Aktie in bar, womit ein Gesamtwert des Geschäfts von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zustande kommt. Der bei Abschluss zu zahlende Preis entspricht damit einer Prämie von rund 215 Prozent auf den Schlusskurs der Poseida-Aktie am 25. November 2024. Der Fusionsvertrag wurde von den Verwaltungsräten von Roche und Poseida einstimmig genehmigt, weshalb man in der Schweiz mit einem Abschluss bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres rechnet.

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