Richtfest für neues HIOH-Gebäude in Greifswald

von | Aug. 28, 2026

Die Ehrengäste griffen selbst zum Hammer und setzten mit einem symbolischen Nagelschlag ein Zeichen für den erfolgreichen Abschluss des Rohbaus des neuen HIOH-Gebäudes. Quelle: WKM MV

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In Greifswald hat die Wissenschaftsministerin Mecklenburg-Vorpommerns Bettina Martin gemeinsam mit Gästen das Richtfest des neuen Helmholtz-Instituts für One Health gefeiert.

 

In Greifswald sollen in Zukunft die Entstehung zoonotischer Erkrankungen, antimikrobielle Resistenzen sowie die Evolution von Krankheitserregern weiter erforscht werden. Für dieses Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) entsteht gerade der Neubau, dessen Richtfest nun im Beisein von Bettina Martin, Wissenschaftsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, sowie Gästen aus Wissenschaft und Politik gefeiert wurde. Das Land fördert den Bau des Forschungsgebäudes am Campus Berthold-Beitz-Platz mit insgesamt 26,5 Millionen Euro. Die Gesamtkosten sind mit 38 Millionen Euro kalkuliert. Geplant wird auf 2.800 Quadartmetern Nutzfläche, die rund 120 Mitarbeitern Platz bieten sollen.

Ausgestattet wird das neue Gebäude mit hochmodernen Laborbereichen, darunter auch Labore der biologischen Sicherheitsstufe drei, die mit innovativer Technik den sicheren Umgang mit Krankheitserregern ermöglichen. Das Gebäudekonzept selbst setzt zudem auf einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und einen energieeffizienten Betrieb. Dazu tragen begrünte Dachflächen, Systeme zur Wasserrückhaltung und -speicherung, eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung und Wärmepumpen bei.

„Das HIOH ist bereits jetzt in seiner Entstehungsphase ein international hoch anerkannter Forschungsstandort, bei dem es darum geht, Gesundheitskrisen von morgen zu verhindern. Mit dem Neubau investiert das Land in modernste Infrastruktur für die Gesundheitsforschung und schafft damit in Greifswald gemeinsam mit dem Bund einen international sichtbaren ‚One-Health-Standort‘ Greifswald“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin beim Richtfest in Greifswald.

Durch die ganzheitliche Forschungsbrille

Die Forschung des HIOH soll künftig dazu beitragen, Ursprünge und Übertragungswege solcher Krankheiten besser zu verstehen und damit das Risiko neuer Pandemien zu reduzieren. Denn genau das wird in einer zunehmend vernetzten Welt immer wichtiger. Erreger können in kürzester Zeit rund um den Globus reisen und stellen so auch weit entfernt ihrer Ursprungsorte eine gesundheitliche Bedrohung dar.

Mit der Gründung des HIOH im Jahr 2021 als Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) wurde der Grundstein für einen neuen Forschungsschwerpunkt in Greifswald gelegt. Im Mittelpunkt steht der „One Health-Ansatz“, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als eng miteinander verbunden betrachtet. Heute arbeiten hier Wissenschaftler gemeinsam mit Forschern der lokalen Partnerinstitutionen – der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald und des Friedrich-Loeffler-Instituts – fächerübergreifend daran, den Ursprung zoonotischer Infektionen und Antibiotikaresistenzen zu erforschen.

Für Prof. Veronika von Messling, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), steht die internationale Dimension der Forschung im Vordergrund: „One Health-Forschung endet nicht an Fach- oder Ländergrenzen. Das neue Forschungsgebäude bietet dem HIOH den Raum und die Möglichkeiten, seine internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen und neue Forschungsansätze gemeinsam mit Partnern weltweit zu entwickeln.“

Zum Abschluss der Feier sprach der Bauleiter den traditionellen Richtspruch und wünschte dem neuen Gebäude und seinen künftigen Nutzerinnen und Nutzern Glück und Segen. Anschließend griffen die Ehrengäste selbst zum Hammer und setzten mit einem symbolischen Nagelschlag ein Zeichen für den erfolgreichen Abschluss des Rohbaus.

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