Report: Cybersicherheit im Gesundheitswesen wird herausfordernder

von | Mai 8, 2025

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Netskope Threat Labs zeigt in einem neuen Report auf, dass durch den verstärkten Einsatz von Cloud und KI-Lösungen auch die Cybersicherheitsrisiken steigen.

 

Mehr Cloud und KI sorgen im Gesundheitssektor für wachsende Herausforderungen innerhalb der Cybersicherheit. Zu diesem Urteil kommt ein neuer Report von Netskope Threat Labs. Die drei größten Herausforderungen: vertrauenswürdige Entwicklerplattformen, Verstöße gegen Datenrichtlinien und Datensicherheit im KI-Zeitalter.

Tatsächlich war 2025 die Entwicklerplattform GitHub in einem Punkt führend im Gesundheitssektor – nämlich beim Download von Malware. 13 Prozent der untersuchten Gesundheitsorganisationen hätten sich hier pro Monat Malware „downgeloaded“. Angreifer würden die offene Plattform von GitHub gezielt auswählen, um Malware zu hosten und zu verbreiten, und dabei das breite Vertrauen und Entwicklerbasis für sich nutzen. Nach GitHub folgen Microsoft OneDrive, Amazon S3 und Google Drive, drei der beliebtesten Cloud-Speicheranwendungen in Unternehmen und damit auch gängige Kanäle für Angreifer, um bösartige Dateien zu hosten, die ihre Opfer mit größerer Wahrscheinlichkeit herunterladen, heißt es in dem Report.

Risiko Datenverlust

Darüber hinaus gibt der Report Anlass zur Besorgnis mit Blick auf die Datenrichtlinien. Immer häufiger würden regulierte Daten an nicht genehmigten Orten im Netz oder in der Cloud hochgeladen werden. In 81 Prozent der Verstöße handelte es sich um regulierte Gesundheitsdaten von Patienten, bei den anderen 19 um geistiges Eigentum, Unternehmensgeheimnisse oder sogar Quellcode. Laut Netskope Threat Labs sollten Gesundheitsorganisationen daher dringend robuste Strategien einrichten, die Datenverlust verhindern, sogenannte Data Loss Prevention (DLP). Auch Aufklärung der Mitarbeiter sei dringen erforderlich, da ein Großteil dieser Verstöße ging von Personen ausging, die sensible Daten auf persönliche Microsoft OneDrive- oder Google Drive-Konten hochgeladen hatten.

Und die Nutzung von generativer Künstlicher Intelligenz, sogenannter GenAI, würden den Trend, gegen Datenrichtlinien zu verstoßen, nur noch ankurbeln. Denn mittlerweile sei die GenAI in 88 Prozent der Gesundheitsorganisationen angekommen, womit ein Großteil der Verstöße gegen Datenrichtlinien im Zusammenhang mit der Nutzung von KI auftreten, heißt es im Report. Zwei von drei GenAI-Nutzern im Gesundheitswesen verwenden und senden bei der Arbeit sensible Gesundheitsdaten an ihre persönlichen GenAI-Konten. Dieses Verhalten erschwert es den Sicherheitsteams, den Überblick über die GenAI-bezogenen Aktivitäten ihrer Mitarbeiter zu behalten. Fehlen zudem angemessene datenschutzrechtliche Leitplanken, wird es zudem schwer, Datenlecks überhaupt zu erkennen, geschweige denn sie zu verhindern.

Sich der Gefahr bewusst werden

Reports, wie dieser sind wichtig, damit sich Unternehmen der neuen Gefahren und Vektoren bewusstwerden, sagt auch Gianpietro Cutolo, Cloud Threat Researcher bei Netskope Threat Lab: „Organisationen des Gesundheitswesens müssen die Vorteile von GenAI mit dem Einsatz von Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen in Einklang bringen, um diese Risiken zu minimieren.”

Für den Bericht hat Netskope anonymisierten Nutzungsdaten von Kunden im Gesundheitswesen weltweit mit vorheriger Genehmigung gesammelt wurden.

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