Auf gutem Kurs ist Gesundheitskonzern Fresenius. Die Zahlen des zweiten Quartals sind so positiv, dass die Prognose für das Gesamtjahr nun deutlich angehoben wurde.
Gute Laune versprüht Fresenius-CEO Michael Sen bei der Verkündung der Q2-Zahlen 2026: „Fresenius hat erneut ein ausgezeichnetes Quartal geliefert und erhöht vor dem Hintergrund der nachhaltigen operativen Stärke den Ausblick für das Gesamtjahr.“ Und tatsächlich ist dieser Optimismus gerechtfertigt. Der Konzernumsatz stieg auf 5,9 Milliarden Euro – ein organisches Wachstum von sechs Prozent. Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro.
Getragen wurde dieses Wachstum von Fresenius Kabi und Fresenius Helios. Bei Fresenius Helios trugen das operative Wachstum sowie positive Effekte aus dem Rechnungszuschlag für gesetzlich versicherte Patienten in Deutschland, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde, zur Entwicklung bei. Die Konzern EBIT-Marge verbesserte sich um 60 Basispunkte auf 12,3 Prozent. „Verglichen mit 2022 steht das Fresenius von heute für eine neue Qualität von Ertragskraft, Kapitalrendite und Cashflow. Dahinter steht ein strukturell stärkeres Geschäftsportfolio“, führt Sen weiter aus. Vor allem das Programm #FutureFresenius habe genau das geliefert, was man sich vorgenommen haben: ein stärkeres, innovationsgetriebenes und schneller wachsendes Unternehmen. „Damit schaffen wir die Grundlage für die Gesundheitsversorgung von morgen, ermöglichen bessere Ergebnisse für Patienten und schaffen nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre.”
Starkes Wachstum bei Helios Deutschland
Interessant ist vor allem auch ein Blick auf die Zahlen vor Helios Deutschland – ächzt der stationäre Sektor aktuell doch unter der Sparpolitik und dem strukturellen Wandel. Helios Deutschland scheint dieser Tendenz zu trotzen und wächst im zweiten Quartal mit sechs Prozent sogar stärker als Helios Spanien mit einem Umsatzanstieg von drei Prozent. In der Begründung heißt es von Fresenius, dass das Wachstum in Deutschland von positiven Preiseffekten und dem Wachstum der stationären Fallzahlen getragen wurde. Allerdings würden Case-Mix-Effekte die insgesamt gute Entwicklung dämpfen. Der Umsatz lag bei rund 2,1 Milliarden Euro. Das EBIT von Helios Deutschland erhöhte sich um 16 Prozent auf 173 Millionen Euro und ist vor allem zurückzuführen auf die solide Entwicklung beim Umsatzwachstum und den weiterhin konsequenten Fokus auf Kostenmanagement sowie die positiven Effekte des Rechnungszuschlags gesetzlich versicherter Patienten in Deutschland. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 80 Basispunkte auf 8,3 Prozent.
Auch mit Blick auf das verabschiedete GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz macht man sich bei Helios keine Gedanken. Dank der eigenen medizinischen Qualität, der Größe und der Innovationskraft sei Helios Deutschland gut positioniert, seine Clustering-Strategie konsequent umzusetzen und gleichzeitig die Einführung digitaler sowie KI-gestützter Krankenhauslösungen im gesamten Kliniknetzwerk zu beschleunigen. Fresenius Helios bekennt sich weiterhin unverändert zu seinem Ziel eines Umsatzwachstums von vier bis sechs Prozent sowie einer EBIT-Marge von zehn bis zwölf im Rahmen des Fresenius Financial Framework.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 erhöht
Auf Basis dieser guten Quartalszahlen erhöht der Fresenius-Konzern auch seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Organisch will man beim Umsatz nun zwischen vier und sieben Prozent wachsen, das währungsbereinigte Wachstum beim Kern-Ergebnis je Aktie soll zwischen zehn und 15 Prozent (zuvor fünf bis zehn Prozent), die EBIT-Marge bei rund 11,5 Prozent liegen.
Für Fresenius Kabi rechnet der Konzern mit einem organischen Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und einer EBIT-Marge am oberen Ende der Spanne von 16,5 bis 17 Prozent. Bei Fresenius Helios soll am Ende des Geschäftsjahres ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Marge von zehn bis 10,5 Prozent in den Büchern stehen.



